Ederer zum Europatag am 9. Mai

EU-Mitgliedschaft Österreichs ist auch für Wien erfolgreichstes politisches Projekt der Zweiten Republik

Wien, (OTS) "Wie eine vom Koordinationsbüro der Magistratsdirektion Wien vorgelegte Bilanz über die ersten fünf Jahre der Mitgliedschaft Österreichs in der Europäischen Union beweist, war der mit 1. Jänner 1995 in Kraft getretene Beitritt Österreichs zur Union das mit Abstand erfolgreichste politische Projekt der vergangenen Jahrzehnte", betonte Finanz- und Wirtschaftsstadträtin Mag. Brigitte Ederer im Rahmen des heutigen Bürgermeister-Pressegesprächs, am Dienstag.****

Konkret bedeuten diese ersten fünf Jahre (1995 bis 1999) Mitgliedschaft in der EU für Wien:

o Österreich ist gemessen am Pro-Kopf-Anteil am

Bruttoinlandsprodukt das viertreichste Land (nach Luxemburg, Belgien, Dänemark) der Europäischen Union. Wien zählt zu den fünf reichsten Regionen der Europäischen Union. Den direkten Effekt der Mitgliedschaft auf die Wohlstandssteigerung in Österreich beziffert das Wirtschaftsforschungsinstitut mit 28 Milliarden Schilling, das sind 1,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

o Der Wirtschaftsstandort Wien hat in einem noch höheren Ausmaß

als der Standort Österreich vom Beitritt profitiert. Die ausländischen Direktinvestitionen in die österreichische Wirtschaft stiegen ab 1995 wesentlich stärker als zuvor, und
zwar von 24,6 Mrd. Schilling (1994) auf Direktinvestitionen im Ausland: Von 13,4 Mrd. (1994) auf 36,7 Mrd. Schilling (1998).
Wien hat aus diesen Steigerungen überproportionalen wirtschaftlichen Nutzen gezogen.

o Die österreichischen und Wiener Konsumenten profitieren von den

seit dem Beitritt deutlich günstigeren Lebensmittelpreisen, den niedrigeren Telekommunikationstarifen, den Preisreduzierungen
bei Textilien, Medikamenten, Versicherungsprodukten, Kraftfahrzeugen und Elektrogeräten.

o Die Attraktivität Wiens als Standort für die Ansiedlung

internationaler Unternehmen hat sich durch den Beitritt rapide verbessert. Innerhalb eines 300 Kilometer großen Einzugsgebiets rund um Wien liegen vier Hauptstädte von künftigen Mitgliedsländern der EU: Prag, Preßburg, Budapest und Laibach. Wiens Flughafen und die AUA-Gruppe sind europäische Marktführer bei direkten Flugverbindungen in die Mittel- und Osteuropäischen Länder und die GUS-Staaten. Wiens Büromieten sind vor allem in Relation zum gebotenen Qualitätsstandard bei Lage, Ausstattung und vorhandener Infrastruktur (z. B. Telekommunikation) konkurrenzlos günstig. All diese Faktoren bewirkten, dass seit 1995 eine Reihe investiert haben. Dazu zählen unter anderem General Motors, Grundig, Coca Cola, Mc Donalds, Lafargé,
Philips, Cognos, Hewlett Packard, Dresdner Bank, Eli Lilly, Baxter, Winterthur Versicherungen, Kärcher, Axa Nordstern Colonia, Unisys, Oracle, SAP, Motorola, New Tech Solutions,
Baan, Debis Systemhaus und viele andere mehr. Die Austrian Business Agency ermittelte für das Jahr 1997 eine Gesamtsumme
von 2,5 Mrd. Schilling, die von ausländischen Niederlassungen in Wien investiert wurde.

o Die hervorragende Position Wiens als im Binnenmarkt situiertes

"Sprungbrett " für die Betreuung der aufstrebenden Märkte in Osteuropa zeigt sich auch in der Zahl der Unternehmensneugründungen in Wien: Sie steigerte sich von 3203 (1995) über 4801 (1996) auf 5689 (1997).

o Um die Effekte der EU-Mitgliedschaft in Investitionen

umzumünzen, wird Wien auch weiterhin gezieltes Standortmarketing vor allem in Nordamerika und im ostasiatischen Raum betreiben.
Ein greifbares Ergebnis dieses gezielten Marketings durch den Wiener Wirtschaftsförderungsfonds und den Sonderbeauftragten für Außenwirtschaftsfragen, Wirtschaftskammer Wien-Präsident KR Walter Nettig, ist eine 20-prozentige Steigerung der
Investitionen aus dem US-Raum seit dem Beitritt zur EU.

o Wien und die Ostregion Österreichs haben am Beitritt der

unmittelbaren Nachbarländer das allergrößte Interesse. Dieser Beitritt ist jedoch keine Frage des Termins, sondern eine Frage der gezielten Heranführung der jeweiligen Volkswirtschaften an das gesamteuropäische Niveau. Er ist außerdem an spezielle Abfederungsmechanismen für die von einem Beitritt am stärksten betroffenen Grenzregionen in Österreich gebunden.

o Österreichs Weg in die Europäische Gemeinschaft war schwierig,

letztlich aber erfolgreich und wurde von der österreichischen Bevölkerung mit großer Zustimmung und Überzeugung abgesegnet. Das Land, insbesondere Wien hat seitdem enorm profitiert. Dieses erfolgreiche Projekt wie auch die europäische Gesinnung der österreichischen und der Wiener Bevölkerung sollten nun nicht durch durchsichtige innenpolitische Ablenkungsmanöver in Frage gestellt werden.

(Schluss) sto

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