Ausstellung BIOS eröffnet - Wiener Designer macht Furore

Heute, 6. Mai 2000, eröffnet im Kärntner Ort Mallnitz die interaktive Erlebnis-Ausstellung BIOS. Der 39-jährige Wiener Interaktions-Designer und promovierte Mediziner Dr. Christian Harant entwarf im Zentrum der Hohen Tauern eine einzigartige Erlebniswelt.

Wien (OTS) - "Wir haben versucht, die Phänomene der Natur in einer anspruchsvollen, interaktiven Ausstellung erlebbar und spürbar zu machen", sagt Harant, der sich auf Rauminszenierungen und Erlebnis-Design spezialisiert. In seinem Atelier entstand das Kernstück des BIOS Nationalparkzentrums: eine wunderbare Verschmelzung aus Philosophie, Objektgestaltung, Licht- und Toninszenierung und vielen eigens für die Ausstellung entwickelten Beobachtungs- und Experimentiermaschinen. "Was wir nicht wollen, ist die Natur nachahmen - die gibt es ja in Hülle und Fülle vor der Tür im Nationalpark."

Das fünfte Element:

Leben BIOS ist weder Fun-Park a la Disneyland noch trockene technische Experimentierwerkstatt. "Eine experimentelle Erlebniswelt mit stark lokalem Bezug", beschreibt Harant. "Wir wollen die Menschen aus ihren herkömmlichen Erwartungshaltungen reißen und die alpine Welt völlig neu und überraschend vermitteln."

Vor der gewaltigen Kulisse der Hohen Tauern geht der Besucher auf eine Entdeckungsreise mit gänzlich unerwartetem Ausgang. Im Zentrum steht die Frage nach dem Ursprung und Sinn des Lebens. In den Stationen des "Laboratoriums" erforscht er das Leben aus Sicht der vier klassischen Elemente Erde (Fels), Wasser, Luft und Licht (Sonne), an deren Schnittstelle das fünfte Element, das Leben, entsteht. Jedes Element wird durch ein zentrales Objekt dargestellt. Um dieses herum laden Entdecker-Stationen zu Experimenten, Simulationen, Visionen und akkustischen Erlebnissen ein. Anhand der vielfältigen Lebensformen im Nationalpark entwickeln die Besucher neue Perspektiven und entdecken ungewohnte Antworten. Harant:
"Wissenschaftliche Erkenntnisse werden bei uns relativiert. Manche Dinge erlebt eben jeder anders."

Tasten, riechen, hören ...

Nach dem Labor geht's ins "Sensorium", einen vergnüglichen Parcours durch die Sinneswelt des Lebens auf der Alm und in der Hütte. 45 Stationen mit Horch-, Riech-, Tast- und Seh-Boxen bieten multisensorielle Unterhaltung und Überraschung. Wie hört sich das an, wenn ein Blitz einschlägt? Weshalb duftet die Blume? Warum ist Moos moosig? "Hier muss man sich auf Ungewisses einlassen, sich Neuem öffnen", meint Harant.

Ein zweistündiger Rundweg, der "5-Elemente-Trail", führt die Besucher dann hinaus in die rauhe Wirklichkeit der Berge an ausgewählte Erlebnis-Punkte. Nun sind dem Forschungsdrang keine Grenzen mehr gesetzt. Was im "Laboratorium" und "Sensorium" begonnen wurde, kann anhand konkreter Phänomene in der hochalpinen Wildnis des Tauerntals nachvollzogen werden. Alles in allem eine unvergessliche Reise zu den alpinen Wurzeln des Lebens, auf der klar wird, dass zwischen Mensch und Natur keinerlei Barrieren bestehen.

Ab 6. Mai geöffnet

Harant, der nicht nur die Ideen zu den einzelnen Erlebnis-Stationen sondern auch die erforderlichen Animationen und Spezialgeräte entwickelt hat, sieht die Besucher nicht als passive Konsumenten von Information, sondern als aktiven Teil der Ausstellung. Sie erhalten keine vorgefertigten Antworten. "Die Menschen müssen selbst etwas tun, um sich die Ausstellung zu erarbeiten. Nur persönliches Erleben erzeugt Erfahrung und einen bleibenden Eindruck."

Das BIOS Nationalparkzentrum Mallnitz auf 1.200 m Seehöhe öffnet heute, am 6. Mai 2000, seine Pforten. Während der rund 3-jährigen Bauphase wurden von Bund, Land, Gemeinde und privaten Sponsoren 41 Millionen Schilling in das Projekt investiert. "Wir rechnen mit etwa 60.000 Besuchern im Jahr", sagt BIOS-Geschäftsführerin Mag. Hilde Kleinfercher. "Jeden davon erwartet ein einzigartiges Erlebnis. Christian Harant ist es gelungen eine außergewöhnliche interaktive Ausstellung zu gestalten, die alle Sinne anspricht. Niemand wird davon unbeeindruckt heimkehren."

Ein Wiener Designer macht Furore

Christian Harant spezialisiert sich auf "Raumdramaturgie, die zur körperlich erfahrbaren Wirk-lichkeit wird". Mit seinem Team macht er dem Menschen verborgene Bereiche der Natur erlebbar, dringt zu ungeahnten "Geheimnissen" vor, stellt komplexe Sachverhalte verständlich dar und animiert die Besucher zum Mitmachen und intuitiven Lernen. Seine Inszenierungen sind geprägt durch gestalterische Kreativität und solide naturwissenschaftliche Kenntnisse. Harant ist promovierter Mediziner und studierte Industrial Design bei Paolo Piva an der Universität für Angewandte Kunst/Wien. Er beschäftigt sich mit den Bedingungen der menschlichen Wahrnehmung, Tiefenpsychologie und Kunsttherapie. Seine Schwerpunkte sind Interior- und Ausstellungs-Design, Corporate- und Produkt-Design sowie ökologische Produktgestaltung.

Das Atelier Harant gilt als Geheimtip für interaktive Erlebnis-Inszenierungen. Zu den seit 1996 realisierten Projekten zählen "Schnee - Firn - Eis" (Matrei/Osttirol), "Zirben - Wald -Grenze" (St. Jakob/Defreggental), "Granat Canyon" (Radenthein), "Fünf Zentimeter neben der Straße" (Großglockner Hochalpenstraße), "Geheimnisvoller Nachtwald" (Hüttschlag/Salzburg), der "Ökopark Hartberg" und "Babbels" (Berlin).

Rückfragen und Fotos: Oliver Stohlmann,
Tel 0676/326 6965, Fax 01/815 5776,

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