FORMAT: Häupl will "Konsens der Vernunft" gegen EU-Sanktionen

Wiener SPÖ-Bürgermeister: Landeshauptleute sollen Rassismus und

Wien (OTS) - Ausländerfeindlichkeit in Erklärung verurteilen =

Im Interview mit der am Montag erscheinenden Ausgabe
des Nachrichtenmagazins FORMAT bezeichnet der Wiener SPÖ-Chef und Landeshauptmann Michael Häupl die geplante Erklärung der Landeshauptleute zur Abschaffung der EU-Sanktionen einen "Konsens der Vernunft". Häupl: "Mit einem nationalen Schulterschluß oder gar einer Generalamnestie für die FPÖ in dieser Regierung hat das nichts zu tun." Häupl wird gemeinsam mit dem niederösterreichischen Landeshauptmann Erwin Pröll einen Textvorschlag ausarbeiten, den die Landeshauptleutekonferenz in zwei Wochen beschließen soll.

Der Wiener SPÖ-Chef sagt im FORMAT-Interview, er sei "nicht glücklich" über die Sanktionen, da diese "nur der Regierung nützen". Häupl macht allerdings eine Einschränkung. In seinem Text-Vorschlag werde eine Verurteilung von Rassismus und Ausländerfeindlichkeit enthalten sein. Häupl: "Ich bin gespannt, ob Jörg Haider das auch unterschreibt." Häupl hat keine Bedenken, eine Verurteilung der EU-Sanktionen durch SPÖ-Landeshauptleute könnte den neuen SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer düpieren. Es sei "nichts außergewöhnliches", daß die Landeshauptleute im Interesse ihrer Bundesländer zusammen arbeiteten.

Auf Wiener Ebene will Häupl die ÖVP genau beobachten: "Sollte die Wiener ÖVP die Loyalität zur Bundespartei über alles stellen, muß ich einiges neu überdenken." Ob die Wiener Landtagswahl im Frühjahr oder im Herbst 2001 stattfinden soll, will Häupl nach den Sommerferien entscheiden.

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