Pharmig zu Gesundheitskonferenz: "Wenig konstruktiv"

Wien (OTS) - Als "wenig konstruktiv" bezeichnete Dr. Ulrich H.
Bode, Präsident der Pharmig, den Ausgang der ersten österreichischen Gesundheitskonferenz am 5. Mai 2000 in Wien. Die Diskussion hätte wiederum gezeigt, dass im Großen und Ganzen statt zukunftsorientierter, gesamtheitlicher und kreativer Lösungsansätze ein "Töpfchendenken" im Sinne eines Budgetpartikularismus vorherrsche. "Gesundheit wird nicht billiger werden", sagte der Pharmig-Präsident, "und das muss man den BürgerInnen auch sagen, will man die bestehende Qualität des österreichischen Gesundheitswesens halten oder sogar noch weiter ausbauen".

Zwt.:"Sparpläne" realitätsfern - Kein Zurück zu alten Strukturen!

Der Vorgabe von Staatssekretär Reinhart Waneck, bei Arzneimitteln seien seitens der Sozialversicherung 2,5 Milliarden Schilling einzusparen, erteilte Bode neuerlich eine klare Absage, da diese Betrag "absolut unrealistisch" (Bode) sei. Auch den Vorschlag der Sozialversicherung, die Regierung möge zur Erreichung des 2,5 Mrd.-Sparziels ihre "Preisregelungskompetenz für Industriepreise und Handelsspannen nützen", lehnte Bode ab. "Seit September 1999 gilt in Österreich nach Jahrzehnten einer doppelten Preisregelung ein liberaleres Preismeldeverfahren, womit erstmals eine Art Markt-Situation geschaffen wurde. Dieses Preismeldeverfahren funktioniert; es wurde noch kein einziger Fall bekannt, bei dem die Behörde (was ihr zusteht, Anm.) wegen überhöhter Preise einschreiten musste. Dies sei zudem ein klarer Beweis dafür, dass a) Medikamente ein nicht wegzudenkender Bestandteil der Gesundheitsversorgung seien und b) dass bei Arzneimitteln von "überhöhten Preisen" wohl kaum die Rede sein könne.

Zwt.: Neue Arbeitskreise: Pharmaindustrie zur Mitarbeit bereit

Die Errichtung der von Staatssekretär Waneck initiierten Arbeitskreise zu den Themen

- Gesundheitsökonomie & Finanzierung

- Qualität im Gesundheitswesen

- Einsatz von Informationstechnolgien und

- medizinischer Fortschritt

sei hingegen zu begrüßen, so Pharmig-Präsident Bode. Die Pharmaindustrie sei bereit, in jedem der genannten Bereiche ihr internationales Know-How zur Verfügung zu stellen. Grundvoraussetzung für den Erfolg dieser Arbeitsgruppen sei jedoch sachorientiertes und nicht standespolitisch dominiertes Arbeiten.

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