Wiener Landtag (4)

Mitteilung über "Leistungen der Stadt Wien im Behindertenbereich"

Wien, (OTS) Das Behindertenthema sei eine
Querschnittsmaterie, eine Materie, die alle Lebensbereiche
betrifft, betonte LAbg. Mag. Franz Karl (ÖVP) und verwies auf die gute konstruktive Arbeit, die von der Behindertenkommission geleistet werde. Im Herbst werde ein schriftlicher Bericht vorgelegt. Karl beschrieb anhand von Beispielen das Auseinanderklaffen von Gesetz und Realität: Alle Wohnungen sollten barrierefrei sein, schreibe die Bauordnung bei der Errichtung von Neubauten vor. Die Gesetze seien gut, ihre Vollziehung jedoch
nicht so, wie sie sein sollte, kritisierte er manchen Neubau, bei dem die Bestimmungen nicht eingehalten worden seien.

Behindertenpolitik dürfe nicht Parteipolitik sein,
appellierte LAbg. Brigitte Schwarz-Klement (FPÖ). In der Gemeinderätlichen Behindertenkommission gehe gemeinsames Arbeiten vor Parteipolitik. Die Situation der behinderten Menschen in Wien sei aber nicht so gut, wie sie Laska in ihrem Bericht dargestellt habe. Millionen von Steuergeldern blieben in der Verwaltung
hängen, viele Projekte würden aufgeblasen und hübsch verkauft. Dabei könne schon mit kleinen Maßnahmen geholfen werden. Beispielsweise könnte Gehörlosen und gehörgeschädigten Menschen durch optische Einstiegshilfen die Angst vor öffentlichen Verkehrsmitteln genommen werden. Wiens Behinderte warteten auf die Umsetzung ihrer berechtigten Wünsche.

Laut einer WHO-Studie sind zehn bis 15 Prozent der
Bevölkerung in unterschiedlichem Maße von einer Behinderung betroffen, zitierte 3. Landtagspräsidentin LAbg. Prof. Erika Stubenvoll (SPÖ). Auf Wien übertragen bedeute das, dass 200.000 Menschen davon betroffen seien. Für Sozialdemokraten sei es immer ein Ziel, allen Menschen dieser Stadt Lebensqualität zu bieten.
Die Stadt Wien habe verschiedene Schritte gesetzt, um die Voraussetzungen dafür zu schaffen. Die Gemeinderätliche Behindertenkommission, die 1981 gegründet wurde, habe versucht,
ein Netz zu ziehen, das die Integration in den Alltag erleichtert, doch gebe es noch viel zu tun, z.B. die Ausdehnung von Integrationsklassen auf alle Schultypen oder in der Wirtschaft, Arbeitsplätze für behinderte Menschen zur Verfügung zu stellen. Sie brachte gemeinsam mit ÖVP und FPÖ einen Beschluss- und Resolutionsantrag ein, Wien möge die Maßnahmen in der Behindertenpolitik fortführen. (Forts.) rar/rr

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