Mechatroniker: Leichte Erholung der Konjunktur

Umsatzentwicklung hat sich geringfügig verbessert - Betriebe blicken optimistisch ins II. Quartal 2000

Wien (PWK) - Wie die jüngsten Ergebnisse der Konjunkturbeobachtung des Österreichischen Instituts für Gewerbe- und Handelsforschung (IfGH) zeigen, hat sich die konjunkturelle Lage der Mechatroniker zwar leicht verbessert, sie ist allerdings immer noch unbefriedigend. Die Umsatzerwartungen für das Folgequartal sind jedoch optimistisch.

Im ersten Quartal melden zwar 20 Prozent der Betriebe steigende, aber noch 23 Prozent sinkende Umsätze. Der Saldo von -3 Prozent entspricht einer leichten Verbesserung zum Vorjahr. In Wien bleibt die Entwicklung unter dem Bundesdurchschnitt, jeder dritte Betrieb verzeichnet sinkende Umsätze. Im Gegensatz dazu melden mehr als die Hälfte der oberösterreichischen Betriebe steigende Umsätze.

Die Umsatzerwartungen für das II. Quartal 2000 sind optimistisch. Per Saldo rechnen 11 Prozent mit steigenden Umsätzen. Vor allem die nieder- und oberösterreichischen Unternehmer sind davon überzeugt, dass sich der konjunkturelle Aufschwung weiter verstärkt. 11 Prozent der Betriebe wollen im II. Quartal ihren Beschäftigtenstand erhöhen, 2 Prozent wollen Personal abbauen; die Mehrheit plant keine Änderung. Per Saldo führt dies zwar nur zu einem Personalbedarf von 0,9 Prozent der derzeit Beschäftigten, was dem Niveau des Vergleichsquartals des Vorjahres entspricht, der Anteil der Betriebe, der Personalaufnahmen plant, hat sich aber deutlich erhöht.

Der Umsatz der österreichischen Mechatroniker ist 1999 durchschnittlich um 3,5 Prozent gestiegen, die Preise blieben annähernd stabil. Die relativ gute konjunkturelle Situation hält an, wenngleich sich das Umsatzwachstum deutlich abgeschwächt hat. Der Handelsanteil am Gesamtumsatz betrug 1999 24 Prozent, 28 Prozent des Umsatzes wurden durch Export erzielt.

Die Preissteigerungen waren 1999 mit durchschnittlich 0,7 Prozent nur geringfügig schwächer als 1998 (0,8 Prozent). Für 2000 kündigen 10 Prozent der Betriebe an, ihre Preise um mehr als 5 Prozent anzuheben, 30 Prozent planen ihre Preise um weniger als 5 Prozent zu erhöhen und 55 Prozent wollen keine Preisveränderungen durchführen.

Die Gesamtinvestitionen je Beschäftigten betrugen 1999 133.000 Schilling. Damit hat sich dieser Wert gegenüber 1998 mehr als verdoppelt. Für diesen starken Anstieg waren vor allem überdurchschnittliche Investitionen der nieder- und oberösterreichischen Betriebe mitverantwortlich. Der Anteil der Betriebe, die nicht investierten, ist von 27 Prozent auf 8 Prozent zurückgegangen. Für das Jahr 2000 ist mit einer leichten Abschwächung der Investitionen zu rechnen.

Die Preiskonkurrenz bleibt der von den Betrieben am häufigsten genannte Problembereich. 51 Prozent sehen ihre Geschäftstätigkeit dadurch beeinträchtigt. An zweiter Stelle liegen die hohen Personalkosten (45 Prozent). Am bemerkenswertesten ist die Zunahme des Fachkräftemangels.

Der Begriff Mechatronik setzt sich zusammen aus den Worten Mechanik und Elektronik. Er spiegelt eine Entwicklung wider, die den traditionellen Beruf des Mechanikers, unter starker Beeinflussung durch die Elektronik, zum Zukunftsberuf des Mechatronikers verändert hat. In der Bundesinnung der Mechatroniker sind unter dieser Bezeichnung fünf Berufsgruppen zusammengefaßt: Maschinen- und Fertigungstechniker, Elektroniker und Elektromaschinenbauer, Bürokommunikationstechniker, Kälteanlagentechniker sowie Erzeuger chirurgischer und medizinischer Instrumente. (MH)

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