LIF Josefstadt: Brauner Schatten über 300 Jahr-Feier

Gruber-Lavin: Bedenkliche Beteiligung Rechtsextremer von BV Kostal nicht verhindert

Wien (OTS) Oliver M. Gruber-Lavin, liberaler Klubobmann in der Bezirksvertretung Josefstadt, zeigte sich überrascht und empört über die Teilnahme der österreichischen Landsmannschaft an der heutigen 300 Jahr-Feier in der Josefstadt. "Ich bin sehr überrascht, dass die bekanntlich rechtsextreme ‚Österreichische Landsmannschaft' nun doch im Programm der 300 Jahr-Feier aufscheint, da es schließlich genug Warnhinweise seitens der Liberalen gegeben hatte. Andererseits sollte mich dies in diesem Bezirk nicht mehr überraschen", so Gruber-Lavin. Empört sei er aber darüber, dass die Bezirksvorsteherin in vollem Wissen darüber, um welche Vereinigung es sich handelt, keinerlei Schritte unternommen habe, die Teilnahme dieser zu verhindern.

So seien im Vorstand der "Österreichischen Landsmannschaft" immer wieder ehemalige Mitglieder der NSDAP sowie bekannte Personen rechtsextremer Kreise in Österreich aufgetaucht. Interessant sei auch die Verschränkung der "Österreichischen Landsmannschaft", insbesondere deren Publikation "Eckartbote", mit dem rechten Rand der FPÖ. "Ich möchte der FPÖ nicht generell deutschnationale oder rechtsextreme Gesinnung unterstellen, auffällig sind die personellen Verschränkungen aber allemal", so Gruber-Lavin.

Dass die VP-Bezirksvorsteherin sehr eigenartige Ansichten zum Thema rechtsextreme Vereinigungen habe, habe sie bereits in der letzten Sitzung der Bezirksvertretung zum Ausdruck gebracht. Auf die Frage liberaler Mandatare, wie sie zur Teilnahme der "Österreichischen Landmannschaft" an der Feier stehe, meinte sie, es sei nicht wichtig, wer an der Veranstaltung teilnehme, sondern was der Inhalt der Darbietung sei. "Sollte Frau Kostal nicht klarere Worte finden um die Teilnahme der Landsmannschaft an der 300 Jahr-Feier zu begründen, so muss man ihr mangelndes demokratie-hygienisches Bewusstsein attestieren", so der Liberale.

Wie die politischen Konsequenzen zu beurteilen seien, werde die Zukunft zeigen. "Ob dies als politischer Kniefall der ÖVP vor ihrer Mehrheitsbeschafferin FPÖ und deren Umfeld oder als einfacher Ausdruck völliger politischer Instinktlosigkeit zu deuten ist, werden wir sehen", so Gruber-Lavin abschließend.

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