Spitalsärzte über Waneck erstaunt

Kogelbauer: Spitalsambulanzen übernehmen zugewiesene Rolle -Gesundheitssystem braucht mehr Geld - auszulagernde medizinische Leistungen definieren

Wien (OTS) - Mit Erstaunen registrierte am Freitag die Obfrau der Bundeskurie der angestellten Ärzte in der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Dr. Gabriele Kogelbauer, die Bemerkung von Gesundheitsstaatssekretär Reinhart Waneck, wonach die Spitalsambulanzen die Wurzel allen Übels seien. Dabei könne es sich wohl nur um eine Fehlinterpretation der Waneck - Aussage handeln, da die Spitalsambulanzen genau jene Funktion ausübten, welche ihnen vom Gesundheitssystem zur Zeit zugewiesen würden, meinte die Chefin der Spitalsärzte in einer Aussendung.

Kogelbauer: "Die Strukturen sind im Moment nicht dazu geeignet, einen Großteil der Gesundheitsbetreuung durch niedergelassene Ärzte vornehmen zu lassen." Um die Spitalsambulanzen zu entlasten, müsse man daher zuerst die medizinische Versorgung im wohnortnahen Bereich auf neue organisatorische und inhaltliche Beine stellen. Das Wichtigste jedoch sei, so Kogelbauer, dass die Qualität im Gesundheitswesen erhalten bleibe. "Das wird nicht ohne zusätzliche Geldmittel gehen", sagte die Spitzenvertreterin der angestellten Ärzte. Die nächsten Schritte laut Kogelbauer: die genaue Bestimmung jener Leistungen, die aus den Spitälern und Spitalsambulanzen ausgelagert werden sollen und die Reform des niedergelassenen Bereichs durch die Schaffung von Kooperationsmöglichkeiten, welche die Erweiterung der Ordinationszeiten und des Tätigkeitsspektrums beinhalten.

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