GPA: Waneck soll rechnen statt diffamieren

Sektion Sozialversicherung empört über Waneck-Angriffe

Wien (GPA/ÖGB). "Staatssekretär Waneck bedient sich neuerdings einer Sprache, die wir von ihm bislang nicht gewohnt waren", kritisiert Christian Dworak, Vorsitzender der GPA Sektion Sozialversicherung. Waneck hatte sich gestern in diffamierender Weise über die Beschäftigten der Krankenkassen ausgelassen. Von Polit-Dinosauriern und gesundheitsgefährdenden Schlemmerröllchen war da die Rede.++++

Die unqualifizierten Attacken und die Wiederholung von falschen Beschäftigten-Zahlen, deuteten darauf hin, dass sich Waneck von der Sachpolitik verabschiede und zunehmend in den FPÖ-typischen Populismus verfalle. So behauptet Waneck weiterhin hartnäckig, dass auf einen Verwaltungsangestellten in der Krankenversicherung 470 Versicherte kämen, obwohl er bereits mehrmals darauf hingewiesen wurde, dass diese Relation in Wahrheit eins zu 953 betrage.

Waneck wolle mit seiner verbalen Kraftmeierei offenbar von der Oberflächlichkeit der blau-schwarzen Einsparungskonzepte ablenken. "Das österreichische KV-System ist mit 3,7 Prozent Verwaltungskosten eines der sparsamsten der Welt. Wenn jetzt von 5 Mrd. Schilling ad hoc 1,5 Mrd. eingespart werden sollen, dann kann das nur zu drastischen Leistungseinschränkungen führen", erläuterte Dworak abschließend.

ÖGB, 5. Mai 2000

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Isabel Koberwein
Telefon (01) 313 93/207

Gewerkschaft der Privatangestellten

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB/NGB