AK-Wahl: Ist die SP-Alleinherrschaft noch zeitgemäß?

Schöls: "Wichtige Arbeitnehmer-Anliegen werden ignoriert"

Niederösterreich (OTS) - "Es ist einfach zuwenig, nur im Wahlkampf aufzuwachen und sich ansonsten die Themen vorgeben zu lassen oder sie zu ignorieren", kritisiert der Vorsitzende der NÖ Christgewerkschafter, Bundesrat Alfred Schöls, die AK-Politik der SP-Gewerkschafter während der letzten fünf Jahre. "Egal ob es um Benzinpreis, Pensionen, Ärztemangel, Abfertigung oder die tristen Arbeitsbedingungen im Handel ging - die Initiative ging immer von uns aus", stellt sich Schöls voll hinter ÖAAB-Spitzenkandidat Alfred Dirnberger: "Man kann sich nicht nur auf den Servicebereich allein konzentrieren - Aufgabe der AK ist es, aktiv Politik für ihre Mitglieder zu machen. Und das geschieht derzeit kaum!" AK-Vize Dirnberger hingegen habe gezeigt, daß er aus einem anderen Holz geschnitzt ist.

Musterbeispiel dafür sei etwa, daß die SP-Riege unter Präsident Staudinger wichtige Neuerungen, wie das ÖAAB-Modell auf Abfertigungs-Anspruch auch bei Selbstkündigung, bisher konsequent blockiert hätten. "Arbeitnehmer müssen heute immer flexibler sein. Die Zeiten, wo jemand 40 Jahre in der gleichen Firma bleibt, sind vorbei", betont Schöls. Derzeit verfällt aber der Anspruch auf Abfertigung bei Selbstkündigung und beginnt erst wieder nach drei Jahren. Die SP akzeptiere diesen unhaltbaren Zustand durch ihr Nichtstun. Schöls über das Ziel des ÖAAB: "Wenn jemand gut arbeitet und - aus welchem Grund auch immer - die Firma wechselt, soll er auch seinen Abfertigungsanspruch mitnehmen können".

Ein weiterer Schwerpunkt des FCG-Chefs ist die schlechte Einkommenssituation in Branchen mit hohen Gewinnen: "Es geht nicht länger an, daß Arbeitnehmer z.B. in Supermärkten, aber auch bei Ärzten, Notaren oder Apothekern unterdurchschnittlich bezahlt werden und die AK dazu schweigt". Daß in diesen Bereichen in letzter Zeit nichts geschehen ist, führt Schöls ebenfalls auf die absolute SP-Herrschaft in der AK zurück. "Es geht hier sicher nicht um kleinliches Parteieingezänk. Aber es ist demokratiepolitisch einfach nicht vertretbar, wenn eine Fraktion alleine und weitgehend unkontrolliert machen oder - oft noch ärger - unterlassen kann, was sie will", ist sich Schöls mit Dirnberger einig.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Bundesrat Alfred Schöls
Tel.: 02742/35 16 16/16 oder
0664/340 54 08
e-mail: goed_noe@goed.or.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GNO/OTS