Dirnberger: Aussagen Weintögls sind eine Provokation der Patienten

Ärztekammer stellt sich zum Ersuchen vieler Bürgermeister auf einen Kassenarzt taub

Wien (OTS) - In der neuesten Ausgabe des Ärztemagazins behauptet der Präsident der NÖ-Ärztekammer Weintögl, dass es in Niederösterreich genügend praktische Ärzte und Fachärzte gibt. AK-Vizepräsident Dirnberger nennt das "den Gipfelpunkt der Provokation der Patienten".

Dirnberger: "Bei mir sprechen ständig Bürgermeister vor, die für ihre Gemeinde Fachärzte mit Kassenverträgen benötigen. Sie beklagen sich über die jahrelangen Vertröstungen der Ärztekammer und haben deren Verhalten satt. Damit nämlich das Geld der Patienten nur in die Taschen der viel zu wenigen Ärzte mit Kassenverträgen fließt, verhindert die Ärztekammer zusätzliche Ordinationen mit Kassenverträgen. Denn die Krankenkassen dürfen nur mit jenen Ärzten Verträge abschließen, die ihnen von der Ärztekammer vorgeschlagen werden. Und die schlägt eben niemanden vor. So halten sich die alt-eingesessenen Ärzte unliebsame junge Konkurrenz vom Hals. Das alles ist ein Skandal am Rücken der Bevölkerung und wird durch den Paragraph 343 im ASVG ermöglicht."

Ambulanzen in Krankenhäusern überlaufen, weil es zuwenig Kassenfachärzte in Regionen gibt

Dirnberger fordert Staatssekretär Waneck, der auch schon darauf hingewiesen hat, dass 1000 Kassenärzte österreichweit fehlen, auf, dafür zu sorgen, dass der Paragraph 343 ASVG ersatzlos gestrichen wird. Dann können Ordinationen mit Kassenverträgen endlich nach dem tatsächlichen Bedarf der Bevölkerung abgeschlossen werden. Dirnberger kündigt dazu auch eine Kampfansage an: "Der Pflanz der Ärztekammer muss ein Ende haben. Gestern erst war ich im Krankenhaus Mistelbach, wo ich Gelegenheit hatte, die überfüllten Ambulanzen zu besuchen. Die Patienten kommen dorthin , wie mir bestätigt wurde, weil es viel zu wenig Fachärzte und zu wenig Öffnungszeiten für die Patienten im Bezirk gibt. Nach jahrelangem Versagen sozialdemokratischer Gesundheitsminister fordere ich daher von der neuen Bundesregierung eine rasche Initiative für die Patienten".

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