LIF-Hecht: "Keine Subvention für Andenken an Antisemiten!"

Wiener Liberale fordern Umbenennung des Dr. Karl Lueger-Rings und des Dr. Karl Lueger-Platzes

Wien (OTS) Der im heutigen Gemeinderat eingebrachte Subventionsantrag für das Dr. Karl Lueger-Institut - Verein Wiener Volksheime - in der Höhe von 1,2 Millionen Schilling wurde von den Wiener Liberalen abgelehnt. "Nicht genug, dass das Institut den Namen eines als Antisemiten in die Geschichte eingegangenen Politikers trägt, beruft sich das Institut in seinem Subventionsansuchen auch noch auf das ‚langjährige verdienstvolle Wirken' Luegers", begründete Gabriele Hecht, Klubvorsitzende der Wiener Liberalen, diese Ablehnung.

Das Dr. Karl Lueger-Institut schreibt in seinem Subventionsansuchen Folgendes: "Nach seiner Satzung ist das Dr. Karl Lueger-Institut-Verein Wiener Volksheime dem Vorbild des Wiener Bürgermeisters Dr. Karl Lueger verpflichtet. Mit dem Namen des Instituts soll das langjährige verdienstvolle Wirken dieses Kommunalpolitikers gewürdigt werden. Nach dem Vorbild und in der Tradition Dr. Luegers tritt der Verein für eine vorbildliche Kommunalpolitik und die Förderung aller dazu notwendigen Voraussetzungen ein."

"Angesichts des allgemein bekannten Antisemitismus Luegers von diesem am Beginn des 21. Jahrhunderts noch immer in so huldigenden Worten zu sprechen, ist inakzeptabel", empörte sich Hecht. "Wir fordern die zuständigen Stellen in einem Antrag auf, künftig von Subventionen an Institutionen, die im Namen oder im Vereinszweck Bezug auf deklarierte Antisemiten nehmen, abzusehen", so Hecht.

Außerdem sei es für Wien unwürdig, Straßen bzw. Plätze nach einem ausgewiesenen antisemitischen Populisten zu benennen. "Wir sprechen uns daher in einem weiteren Antrag auch für die Umbenennung des Dr. Karl Lueger-Rings und des Dr. Karl Lueger-Platzes aus", so die liberale Klubvorsitzende. Der Bürgermeister und der zuständige Stadtrat seien aufgerufen, Vorschläge zur Umbenennung vorzulegen. "Dabei sollten vor allem herausragende weibliche Persönlichkeiten berücksichtigt werden", so Hecht abschließend.

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