Wiener Gemeinderat (1)

Fragestunde

Wien, (OTS) Der Gemeinderat trat am Donnerstag um 9 Uhr unter der Leitung des Ersten Vorsitzenden Rudolf Hundstorfer (SPÖ) zu einer Geschäftssitzung zusammen, die mit einer Fragestunde eingeleitet wurde.

In der ersten Anfrage wollte GR Mag. Hilmar Kabas (FPÖ) von Bürgermeister Dr. Michael Häupl (SPÖ) wissen, ob die Stadt Wien angesichts des Mangels an qualifizierten Arbeitskräften im Technologiebereich eine Internet-Akademie zur Ausbildung solch qualifizierter Arbeitskräfte schaffen werde. Bürgermeister Häupl bestätigte, dass es in der Branche weltweit einen Arbeitskräftemangel gebe. Laut einer WIFO-Studie würden bis zum Jahr 2003 rund 9.000 zusätzliche Arbeitsplätze im Technologiebereich geschaffen. Eine Internet-Akademie zur
Ausbildung von Fachkräften im Software-Bereich wäre durchaus vorstellbar. Häupl erinnerte daran, dass die Stadt die Fachhochschulen mit derzeit 150 Millionen unterstützt, fünf Lehrgänge fänden derzeit statt, weitere würden vorbereitet, die Bewilligungsdauer sei aber zu lange. Der Arbeitnehmerförderungsfonds unterstütze Qualifizierung von Arbeitslosen direkt in und in Zusammenarbeit mit den Betrieben.
Dazu komme der Qualifizierungsdialog, an dem bereits 150
Unternehmen teilnehmen, da gehe es darum, Mitarbeiter in den Betrieben nachzuschulen. In Zusammenarbeit mit den Wiener Universitäten habe auch bereits vieles erreicht werden können, betonte Häupl.

Die abrupte Streichung von Zivildienstplätzen durch den Innenminister für das Wiener Gesundheitswesen sei dramatisch,
sagte Gesundheitsstadtrat Dr. Sepp Rieder (SPÖ) in Beantwortung
der zweiten Anfrage von GR Petra Bayr (SPÖ) nach den Konsequenzen. Für alle Spitäler in Wien sei die Zuteilungsrate für Juni auf Null gesetzt worden, bei den Sozialdiensten betrage die Reduktion zwei Drittel, im Behindertenbereich könne nur noch die Hälfte der Zivildiener eingesetzt werden. Problematisch sei auch die Kurzfristigkeit der Maßnahmen, da nicht so schnell ein Ersatz gefunden werden könne. Er vermute ideologische Gründe, der Zivildienst solle offensichtlich unattraktiv gemacht werden. Das
sei für die jungen Menschen bedauerlich, die nun wegen der längeren Wartezeiten für einen Zivildienstplatz in ihrer Berufslaufbahn geschädigt würden.

Die Idee, in Wien Olympische Sommerspiele abzuhalten, sei bereits mehr als 30 Jahre alt und keineswegs eine Erfindung des Liberalen Forums, sagte Bürgermeister Dr. Michael Häupl (SPÖ) in Beantwortung der dritten Anfrage von GR Mag. Gabriele Hecht (LIF). Eine Olympiabewerbung sei grundsätzlich eine vernünftige Sache. Olympia 2012 bedeute, dass die Bewerbungsfrist spätestens 2005 ende. Häupl erinnerte daran, dass nicht Wien, sondern die Republik Österreich die Bewerbung durchführen und auch die Republik für die nötigen finanziellen Garantien gerade stehen müsse. Außerdem müsse auch das Österreichische Olympische Komitee die Bewerbung unterstützen. Dass in den nächsten Jahren Winter- und Sommerspiele in Österreich abgehalten werden könnten, sei nicht möglich. Der Finanzanteil Wiens an den nötigen Investitionen könne etwa in jenem Prozentbereich liegen, den seinerzeit die Stadt Innsbruck
zur Durchführung von Olympischen Spielen aufgewendet hätte. Für Sommerspiele in Wien müssten schon aus technischen Gründen auch die Bundesländer Burgenland und Niederösterreich miteingebunden werden. (Forts.) fk/rr

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