Maderthaner empfängt iranischen Gouverneur Mehralizadeh

Gouverneur der größten iranischen Provinz Khorasan mit Wirtschaftsdelegation in Wien und Graz

Wien(PWK) Der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Leopold Maderthaner, empfing heute, Donnerstag, den iranischen Gouverneur Mohsen Mehralizadeh mit einer Wirtschaftsdelegation im Haus der Wirtschaft. Mehralizadeh ist Gouverneur der größten Provinz des Iran, Khorasan, und besucht zur Zeit mit rund 15 Firmen Wien und Graz (Frühjahrsmesse).

Maderthaner besprach mit Mehralizadeh konkrete Lieferprojekte österreichischer Firmen, die vor allem den iranischen Infrastruktursektor betreffen, so u.a. den Ausbau des Flughafens und der Kanalisation von Mashhad, der Hauptstadt Khorasans, ein Spitalsprojekt und die Erzeugung von Pharma-Rohstoffen, die Errichtung einer Hotelfachschule und eines Luxushotels sowie die Produktion von Elektromotoren. Auf der anderen Seite wurde auch der Import von Fruchtsaftkonzentraten aus der Provinz Khorasan erörtert.

Österreich verfügt mit dem Iran über einen ausgesprochen hohen Handelsbilanzüberschuss. Die österreichischen Exporte in den Iran -vor allem Maschinen und Fahrzeuge, bearbeitete Waren und chemische Erzeugnisse - betrugen 1999 3 Mrd Schilling, was eine Steigerung von 6,1 Prozent gegenüber dem Jahr davor bedeutet. Importiert werden Waren im Wert von nur rund 370 Millionen Schilling. Maderthaner betonte, dass der Außenhandel aber keine Einbahnstraße sei:
"Österreich begrüßt die Bestrebungen, auch die Einfuhren aus dem Iran zu erhöhen und ist an der Forcierung von österreichisch-iranischen Kooperationen und Joint Ventures sehr interessiert."

Als Maderthaner und Bundespräsident Thomas Klestil Ende letzten Jahres den Iran besuchten, wurde ein Investitionsschutzabkommen zwischen Österreich und dem Iran paraphiert, das derartige Kooperationen vereinfacht. Im Mai 1999 besuchte auch Alt-Bundespräsident Kurt Waldheim mit österreichischen Firmen auf Anregung der WKÖ Teheran und trug so zu einer weiteren Intensivierung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen bei.

Die seit langem fälligen Reformen im Iran, wie Infrastrukturverbesserung, Währungsreform, Liberalisierung des Außenhandels und die Privatisierung von Staatsbetrieben werden nach und nach in Angriff genommen. Der ehrgeizige Fünf-Jahresplan (2000 bis 2005) von Irans Präsident Khatami wurde bereits vom Parlament genehmigt und basiert auf "sozialer Gerechtigkeit", also einem permanenten Ausgleich zwischen arm und reich. (Ne)

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