Borealis meldet zufriedenstellende Ergebnisse im 1. Quartal

Wien (OTS) - Kennzahlen 1Q 1Q 1-4Q (Quartal endet am 31. März 2000) 2000 1999 1999

Umsatz EUR Mill. 878 613 2.987
EBIT vor Restrukturierungs-
Kosten EUR Mill. 55 20 216
Ergebnis vor Steuern EUR Mill. 43 12 179 Nettogewinn nach
Steuern EUR Mill. 29 8 141
ROCE nach Steuern % 7% 4% 9%
Cash-flow aus der
Betriebstätigkeit EUR Mill. 186 Investitionen in Sachanlagen
und immat. AV EUR Mill. 536 Netto-Schulden
(verzinst) EUR Mill. 766 Verschuldungsquote % 59%

Der dänische Borealis-Konzern, einer der führenden Produzenten von Polyolefinen (Kunststoffe) in Europa und viertgrößter der Welt, veröffentlichte heute die Ergebnisse des ersten Quartals 2000. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 43 Prozent auf 878 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich um 258 Prozent auf 43 Millionen Euro (1. Quartal 1999: 12 Millionen Euro).

Das im Vergleich zum Vorjahr verbesserte Ergebnis des ersten Quartals liegt primär an den stärkeren Märkten. Die Marktpreise für Polyolefine stiegen im Vergleichszeitraum 1999 um 55 Prozent. Der sehr starke Rohöl-Markt führte jedoch zu höheren Rohstoffpreisen und damit nur zu einer 16 prozentigen Steigerung der integrierten Polyolefin-Marge.

Die Einnahmen des Verkaufs einer Borstar-Lizenz an SINOPEC wirkte sich positiv auf das Ergebnis aus. Negativ beeinflusst wurde es von einer geringeren Produktion, die auf den verspäteten Start des Stenungsund-Crackers in Schweden und den Streik der Chemie-Arbeiter in Finnland zurückzuführen ist. Der Streik stoppte die Auslieferung und führte zur Stillegung der Borealis-Anlagen in Finnland. Die eingeschränkte Produktverfügbarkeit ergab - gegenüber dem sehr starken ersten Quartal 1999 - eine Reduktion des Polyolefin-Verkaufsvolumens um 6 Prozent.

Die Investitionen beliefen sich im ersten Quartal auf 164 Millionen Euro, eine Steigerung um 77 Millionen Euro im Vergleich zum selben Zeitraum im Vorjahr. Die größten Investitions-projekte waren die Kapazitätserweiterung der Cracker-Anlage und die Aufrüstung der Borstar Polyethylen-Anlage in Stenungsund (Schweden), der Bau der Borstar Polypropylen-Anlage in Schwechat (Österreich) und das Borouge-Joint-venture in Abu Dhabi. Als Ergebnis der hohen Investitionen stiegen die Netto-Schulden deutlich und brachten einen Zuwachs der Verschuldungsquote auf 76 Prozent (59 Prozent am Jahresende 1999).

Die Leistungen im Bereich Arbeitssicherheit haben sich bei Borealis weiter verbessert. Die Zahl der "total recordable injuries" (TRI) stand bei 7.0 - verglichen mit 9.7 im Vorjahr. Bei einem Brand in einer der LDPE-Anlagen in Schwechat wurde niemand verletzt. Die Anlage wird jedoch bis September außer Betrieb sein.

Entwicklungen in Europa

Die erweiterte Cracker-Anlage in Stenungsund (Schweden) wurde im Februar 2000 in Betrieb genommen - drei Monate später als ursprünglich geplant. Mit der Aufrüstung einer der Polyethylen-Anlagen auf die bimodale Borstar-Technologie in Stenungsund geht es planmäßig voran - die Anlage wird im dritten Quartal dieses Jahres in Betrieb gehen. Der Bau einer neuen Polypropylen-Anlage mit der Borealis-eigenen Borstar PP Technologie in Schwechat (Niederösterreich) ist ebenfalls im Zeitplan. Die Anlage wird im zweiten Quartal 2000 in Betrieb gehen.

Im Jänner unterzeichneten Borealis und DuPont eine Vereinbarung über die gemeinsame Erzeugung von Hochdruck-Copolymeren in der 125.000 t/Jahr Borealis-Anlage in Zwijndrecht/Antwerpen (Belgien). Die Vereinbarung umfaßt auch DuPont's Absicht, den Borealis-Geschäftsbereich "Borflexr" (Ethylen Acrylat Copoly-mere) und die "Borflexr"-Technologie zu erwerben. Borealis wird die Technologie-Rechte für den Bereich "Wire and Cable" (Draht und Kabel) behalten.

Ebenfalls im Jänner unterzeichneten Borealis und Huntsman einen Kooperations-Vertrag um ihre Liefer-Position im Bereich Engineering Applications für Auto- und Elektroanwendun-gen in Kanada, Mexiko, den USA und in Europa zu stärken. Der Vertrag umfaßt gemein-sames Marketing, die Produktentwicklung und den Vertrieb. Er sieht auch den Wissens- und Technologietransfer vor.

Im Februar hat Borealis einen Minderheitsanteil an der ChemConnect Inc. - der weltweit größten Internet-Börse für Chemie-Produkte und Kunststoffe - erworben. Mit dieser Beteiligung wird Borealis zu einem aktiven Mitglied der "World Chemical Exchange".

Entwicklungen außerhalb Europas

Im Februar hat die China Petrochemical International Company (SINOPEC) einen Vertrag mit Borealis und Tecnimont für eine neue Borstar-Polyethylen-Anlage abgeschlossen (inklusive Lizenz, Know-how, Konstruktion, Lieferung und technische Unterstützung für die Anlage). Die Shanghai Petrochemical Company (SPC) wird eine 250.000-Tonnen-Borstar-Polyethylen-Anlage in Jinshanwei (Shanghai, China) bauen. Die neue Anlage, die 2002 in Betrieb gehen soll, wird die größte Polyolefin-Produktionsanlage in China sein.

Borouge, das Joint-venture von Borealis und der Abu Dhabi National Oil Company (ADNOC), entwickelt sich wie geplant. Das neue petrochemische Werk in Ruwais, Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate) wird aus einem 600.000 Tonnen Ethan-basierenden Cracker und aus zwei Borstar Polyethylen (PE)-Anlagen bestehen, die jeweils 225.000 Tonnen PE im Jahr produzieren können. Die Bauarbeiten sollten bis Ende des Jahres 2001 abgeschlossen sein.

Zukunftsaussichten

Bisher konnten die Märkte im zweiten Quartal eine anhaltend gute Nachfrage und steigende Preise verzeichnen. Die Wachstumsraten der wichtigsten Europäischen Volkswirtschaften lassen einen weiteren Anstieg der Nachfrage nach Polyolefinen im restlichen Jahr 2000 erwarten.

Konzern-Ergebnisse

Quartal endet am 31. März 2000 1Q 1Q 1-4Q Millionen Euro 2000 1999 1999
Umsatz 878 613 2.987 Betriebliche Aufwendungen -780 -555 -2.614 Abschreibungen und Tilgungen -44 -38 -157
EBIT 54 20 216
Ergebnis vor Steuern 43 12 179 Nettogewinn 29 8 141

Konzern-Bilanz
1Q 4 Q Millionen Euro 2000 1999
Aktiva
Kassenbestand 69 121 Forderungen 591 510
Vorräte 359 376
Anderes Umlaufvermögen 82 150
Summe Umlaufvermögen 1.101 1.157 Anlagevermögen 2.178 2.046
Summe Aktiva 3.279 3.203
Passiva
Verbindlichkeiten Lieferanten 262 335
Andere 928 816 Kurzfristige Verbindlichkeiten 1.190 1.151 Langfristige Verbindlichkeiten 457 450 Rückstellungen etc. 302 311 Eigenkapital 1.330 1.291
Summe Passiva, Rückstellungen und
Eigenkapital 3.279 3.203

Liquidität * 41% 41% Verschuldung ** 76% 59%
* Verh. Eigenkapital und badwill zum
gesamten Guthaben
** Verh. Netto-Verschuldung zu Eigenkapital

Konzern Cash flow

Millionen Euro 1Q 1-4Q
2000 1999
Cash flow a. d. Betriebstätigkeit 60 186 Netto-Investitionen -91 -536
Veränd. in d. verzinsl. Schulden -10 324
Dividenden -79 -80
Netto-Cash flow für d. Periode -120 -106

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