AK Tumpel: Pendler zahlen für die unsoziale Sparpolitik der Regierung drauf

Wien (OTS) - Jetzt ist es fix: Mit 1. Juli werden die ÖBB die Wochen- und Monatskarten für die Pendler um bis zu 12,5 Prozent verteuern, bekräftigt AK-Präsident Herbert Tumpel seine Kritik an der unsozialen Sparpolitik der Regierung. Die Monatskarte von Wien nach Wiener Neustadt wird um 110 Schilling teurer, obwohl sie erst im Jänner um 40 Schilling angehoben wurde, empört sich Tumpel. Die Regierung streicht an den falschen Stellen die Gelder, die Arbeitnehmer werden belastet und die Unternehmer entlastet. Um die Mehrausgaben für die Arbeitnehmer auszugleichen, fordert Tumpel daher die Stützung der Budgets für den öffentlichen Verkehr und eine Erhöhung der Pendlerpauschale und des Kilometergeldes. ****

Die Arbeitswege werden teurer, länger und unbequemer, kritisiert AK-Präsident Herbert Tumpel. Die ÖBB hat jetzt die Tariferhöhung für die Pendler mit 1. Juli fixiert auf Grund der von der Regierung angekündigten Kürzungen bei den Ermessensausgaben für den öffentlichen Verkehr. Den Verkehrsverbünden werden österreichweit fast 100 Millionen Schilling im Jahr fehlen, für die Ostregion sind es 32 Millionen Schilling weniger - in Konsequenz werden auch die Verkehrsverbünde ihre Tarife anheben, sagt Tumpel. Und den ÖBB fehlen bundesweit 65 Millionen Schilling.

Bis zu 12,5 Prozent mehr
Die ÖBB werden die Preise für die Wochen- und Monatskarten auf den pendlerrelevanten Strecken um 10 bis 12,5 Prozent erhöhen. Die Wochenkarten werden um bis zu 40 Schilling teurer, die Monatskarten um bis zu 120 Schilling.

Einige Preisbeispiele:

Wochenkarte Monatskarte
seit Jänner ab 1.7. seit Jänner ab 1.7. Wien West/Purkersdorf 126 140 460 500
Wien Süd/Mödling 148 160 530 590 Wien Süd/Baden 200 220 720 800
Wien West/Neulengbach 240 270 860 950
Wien Süd/Wr Neustadt 280 310 1.010 1.120
Wien West/St. Pölten 300 330 1.080 1.200

Bereits Anfang Jänner wurden die Pendler durch die teureren Tarife der ÖBB und vieler Verkehrsverbünde getroffen: Am 1. Jänner dieses Jahres wurden die Monatskarten um 40 Schilling teurer für die Pendler mit einem typischen Arbeitsweg von 50 km, kritisiert Tumpel.

Es kann nicht sein, dass den ArbeitnehmerInnen ständig Geld weggenommen wird und von der Wirtschaft kein Beitrag zur Budgetsanierung eingefordert wird, sagt Tumpel. Als Abgeltung für die Pendler fordert Tumpel daher die Erhöhung des Pendlerpauschales um mindestens 10 Prozent sowie eine Anhebung des Kilometergeldes um 30 Groschen auf 5,20 Schilling pro Kilometer. Ebenso muss der öffentliche Verkehr gefördert werden, um den Pendlern das Umsteigen attraktiv zu machen.

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