Prinzhorn ortet bei OMV Strategiedefizit

Ungarische MOL auf Überholspur

Wien, 2000-05-03 (fpd) Der freiheitliche Wirtschafts- und Industriesprecher, Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn, orte bei der zu 35% im Staatsbesitz befindlichen OMV maßgebliche Probleme in der Umsetzung mittel- und langfristiger strategischer Ziele. Der wichtige Zukunftsmarkt Mittel- und Osteuropa werde anscheinend anderen überlassen, gleichzeitig gebe es Übernahmegerüchte durch deutsche Unternehmen. "Eine Übernahme durch RWE zu diesem Zeitpunkt würde wohl nur dem derzeitigen Management einen angenehmen Ruhestand garantieren. Ein Erwerb von Streubesitzanteilen durch die RWE ohne Verkauf der Staatsanteile bedeute eine doppelte Fesselung der OMV.", führte Prinzhorn aus. ****

Grund für diese Ausführungen seien die Expansionspläne des ungarischen Energiekonzerns MOL in Mittel- und Osteuropa ohne Berücksichtigung der OMV. "Anscheinend können OMV Manager von ungarischen in punkto Marktwirtschaft und unternehmerischer Vorgangsweise noch etwas lernen. Die Ungarn haben 10 Jahre Marktreform hinter sich und Österreich 30 Jahre sozialistische Beharrungspolitik. Dies macht wahrscheinlich den Unterschied aus. Speziell im Hinblick auf die EU-Osterweiterung ist an diesem Beispiel aber auch der Wille zum Umbau der ungarischen Wirtschaft und deren frühzeitige Europareife zu erkennen.", sagte Prinzhorn.

Aber auch massive Versäumnisse auf Seiten der OMV können ausgemacht werden. Es sei nicht zu verstehen, daß angebliche Marktwirtschaftsneulinge der doch osteuropaerfahrenen OMV den Rang ablaufen. Dies bedeute nicht nur eine Vernachlässigung wichtiger Zukunftsmärkte, sondern ergebe eine Gefahr für die OMV insgesamt. Die Ungarn hätten erkannt, dass nur eigene Stärke eine feindliche Übernahme durch einen Marktriesen verhindern könne. "Diese Erkenntnis fehlt anscheinend bei dem vom Staatseigentum geprägten OMV-Management. Diese Fehleinschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung liefert ein weiteres Argument zur totalen Privatisierung. Nur wenn die OMV innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre ihren Kurs auf Expansion ändert, wird sie als eigenständiges Unternehmen überleben können. Das hiezu notwendige strategische Know-How, der unternehmerische Wille und das Kapital werden nur durch eine vollständige Privatisierung aufzutreiben sein", schloß Prinzhorn (Schluß).

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 40 110 / 5620

Freiheitliches Pressereferat

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFC/NFC