Glawischnig zu "Gengipfel": Werde teilnehmen, fordere allerdings Änderung der Tagesordnung

Grünes Forderungspaket an BM Sickl zur Gentechnikpolitik

Wien (OTS) "Damit der sog. Gen-Gipfel nicht zu einer bloßen Alibi-Veranstaltung verkommt, müssen dort politische Verhandlungen über die konkrete Umsetzung des Gentechnik-Volksbegehrens zwischen Opposition und der Ministerin stattfinden", fordert heute die Umweltsprecherin der Grünen, Eva Glawischnig. Die Grünpolitikerin wird an der "Veranstaltung" teilnehmen, die Forderungen der Grünen übergeben und eine Änderung des Ablaufes einfordern. "Sollte der angebliche Gen-Gipfel nicht mehr sein als die angekündigte Podiumsdiskussion mit den Umweltsprechern der politischen Parteien, der Industrie und der Gentechnikkommission, also jedenfalls keinen ernsthaften Verhandlungscharakter haben, so werde ich unter Protest ausziehen", kündigt Glawischnig an.

Das Grüne Forderungspaket für den "Gen-Gipfel" enthält 15 Punkte, darunter die lang überfällige politische Umsetzung des Gentechnik-Volksbegehrens, ein mehrjähriges Moratorium für den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen, eine Verschärfung des LM-Gesetzes und einen Kontrollschwerpunkt für gentechnisch veränderte Lebensmittel, die Einrichtung GVO-freier Zonen in ökologisch sensiblen Gebieten wie etwa in Italien (Toskana und Latio) und die Bindung der ÖPUL-Förderungen an den Verzicht des Einsatzes der Gentechnik in der Landwirtschaft. "Patente auf menschliche Gene, Organe, Teile des menschlichen Körpers, Tiere und Pflanzen dürfen auch in Zukunft nicht möglich sein" so Glawischnig. Die Forderungen der Grünen entsprechen im wesentlichen der Position der FPÖ, bevor sie in die Regierung eingetreten ist. "Ich erwarte mir daher von BM Sickl ein Mindestmaß an Rückgrat," so Glawischnig abschließend.

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