HAIDER (2): FPÖ kann mit gutem Mut in die Zukunft blicken

Zu Klestil: "Zeigen Sie Haltung, Sire!"- Neues Kapitel in der gemeinsamen Erfolgsgeschichte der FPÖ

Klagenfurt, 2000-05-01 (fpd) - Die FPÖ könne getrost mit gutem Mut in die Zukunft blicken, erklärte FPÖ-Bundesobmann LH Dr. Jörg Haider im weiteren Verlauf seiner heutigen Rede. ****

Die Bundesregierung stelle sich der Geschichte und habe die Frage der Entschädigung für NS-Zwangsarbeiter bewußt in Angriff genommen. Man müsse aber auch eine Lösung für die österreichischen Spätheimkehrer aus der Kriegsgefangenschaft finden. Haider erinnerte an das Schicksal der zwischen 1938 und 1945 vertriebenen jüdischen Mitbürger wie auch daran, daß man ebenso die Rechte für die Vertriebenen aus dem Sudetenland und anderen Gebieten einfordern müsse. Die FPÖ habe es dem Regierungspartner abgerungen, gemeinsam die Geschichte aufzuarbeiten.

Zum Verhalten des Bundespräsidenten meinte Haider, daß es vernünftiger gewesen wäre, wenn Klestil bei der Eröffnung der EU-Rassismusbeobachtungsstelle in Wien nach der Brüskierung der Außenministerin aufgestanden und gegangen wäre. Der Bundespräsident könne nicht so tun als ob er mit dieser Regierung nichts zu tun habe. Er habe sie angelobt, es sei somit seine Regierung und er habe zu ihr zu stehen. In Anlehnung an Marquis Posa aus Schillers "Don Carlos" richtete Haider an Klestil die Aufforderung: "Zeigen Sie Haltung, Sire!" Als Ziel der EU-Sanktionen nannte Haider eine Welle der geistigen Umerziehung, um eine nichtsozialistische Mehrheit zu Verhindern. Dies entspreche aber nicht dem europäischen Humanismus, den die FPÖ verwirklicht sehen wolle. Wenn es darum gehe, die Regierung zu diffamieren, sei den Sozialisten in Europa jedes Mittel recht.

Heute sei nichts das Ende einer Ära, sondern man müsse ein neues Kapitel in der gemeinsamen Erfolgsgeschichte der FPÖ aufschlagen. Man sei noch nicht am Ziel, brauche aber auch keine Angst vor dem Regieren zu haben. Man dürfe auch nicht auf die politischen Totengräber und sonstigen Galgenvögel hören. "Wir brauchen nur unsere Prinzipien einzuhalten und umzusetzen", betonte Haider, der darauf hinwies, daß die FPÖ über wenig Freunde in dem politischen Institutionen verfüge. Man solle zuerst dem Parteifreund glauben, bevor man auf den Gegner höre, sich nicht um die veröffentlichte Meinung kümmern, sondern um die öffentliche Meinung der Menschen. Man müsse eine Politik für die kleinen Leute und die Schwachen machen. Haider betonte weiter, daß es keine Schande sei, für Österreich zu stehen. An alle richtete er die Bitte, im Amt menschlich zu bleiben.

Zu der oft gehörten Meinung, daß es schade sei, daß er, Haider, der Bundesregierung nicht angehöre, meinte der freiheitliche Bundesobmann: "Wir halten es aus, daß ich noch nicht Bundeskanzler bin", sagte Haider. Die FPÖ werde zeigen, daß sie die Kraft zu Reformen habe. "Wo wir regieren, muß es den Menschen gut gehen." Haider verwies in diesem Zusammenhang auf eine Umfrage aus jüngster Zeit, wonach 68 Prozent der Kärntner Bevölkerung mit seiner Arbeit als Landeshauptmann zufrieden seien. In Kärnten gebe es auch keine Haßorgien und Konfrontationen mehr. Vor dem Parteitag hätten sich heute gezählte zehn Demonstranten eingefunden. Niemand gehe mehr hin, weil die Leute zufrieden seien. Dies wolle man auch für Wien.. (Forts.)

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