Technikkonzept für Spitäler und Geriatriezentren der Stadt Wien

Effizientere Betriebsführung durch die Schaffung von Leitstellen realisiert

Wien, (OTS) Mehr als 30 Milliarden Schilling pro Jahr wendet die Stadt Wien für die medizinische Versorgung in Krankenhäusern und Pflegeheimen auf. Neben den eigentlichen medizinischen und pflegerischen Leistungen sind darin auch ständige Neuinvestitionen und Erhaltungsarbeiten für die zum Teil fast 100 Jahre alten baulichen Einrichtungen der Wiener Spitäler und Pflegeheime.

Durch die technische Weiterentwicklung herrscht in den Krankenhäusern niemals Stillstand. Während beispielsweise einige Abteilungen des AKH erst vor kurzem in Betrieb genommen wurden,
sind andere schon fast 30 Jahre alt und damit nicht mehr auf dem neuesten baulichen Stand.

Im Durchschnitt werden etwa 2,5 Milliarden Schilling im Jahr
in Zubauten, Renovierungen, Umbauten oder medizintechnische Erneuerungen investiert. Auch für die nächsten Jahre sind solche Investitionen geplant. "Grundsätzlich fließen 50 Prozent in Baukosten, 30 bis 40 Prozent in die Haustechnik und 10 bis 20 Prozent in den Kauf oder die Verbesserung medizintechnischer Geräte", erklärte DI Josef KASTL, der seit März 2000 für die Leitung des technischen Bereichs im Krankenanstalten Verbund (KAV) verantwortlich ist. Die Umsetzung des beschlossenen
Technikkonzepts stellt für ihn eine große Herausforderung dar:
"Dem technischen Bereich muss auch in Zukunft neben der medizinischen Versorgung höchste Priorität zukommen".

Das Konzept beinhaltet auch ein Leitstellensystem, um im Störungsfall optimal und ohne Zeitverzögerung die Behebung von Schäden organisieren zu können. Kleinere und mittlere Häuser werden im Rahmen von bilateralen Vereinbarungen angebunden.
Dadurch wird es möglich, systematisch und effizient alle Schritte von der Störungsmeldung bis zur Störungsbehebung nachzuvollziehen. Andererseits bietet es den Vorteil, dass nur eine Ansprechstation für die Behebung des Schadens verantwortlich ist.

Diese Verbesserung ist mit keinen Mehraufwendungen im Personalbereich verbunden. Wie bisher werden die 741 MitarbeiterInnen mit Organisation, Administration, Koordination
und Überwachung aller Arbeiten im technischen Bereich betraut
sein.

Der Wiener Krankenanstaltenverbund betreibt rund 25
Standorte. Die gesamte Grundstücksfläche aller dieser Einrichtungen beträgt ca. 2,700.000 m2. Auf diesen Flächen befinden sich Gebäude mit einer Gesamtfläche von 1,080.000 m2.

Der Schwerpunkt der Instandhaltung liegt auf Grund der teilweise 100-jährigen Substanz wie z.B. im Krankenhaus Lainz oder auf der Baumgartner Höhe überwiegend bei baulichen Maßnahmen. So werden beispielsweise Küchen, Operationssäle, Fassaden, Fenster und Dächer instandgesetzt und die elektro- und sanitärtechnischen Einrichtungen gewartet, um einen einwandfreien Betrieb gewährleisten zu können. Die technische Weiterentwicklung in der Medizintechnik und in der Telekommunikation stellen besondere Anforderungen an das Personal und tragen dazu bei, dass vermehrt Fremdleistungen zugekauft werden.

An Instandhaltungen wird für Fremdleistungen pro Jahr bereits über eine Milliarde Schilling ausgegeben, wobei die Tendenz steigend ist, begründet durch die oben angeführte technische Weiterentwicklung.

Die geänderten technischen Anforderungen bedürfen auch der dauernden Fortbildung des technischen Personals und eine laufende Anpassung der technischen Organisation und der Struktur. Für die Zukunft ist eine Entwicklung der manuellen Tätigkeiten hin zu Formen der Telearbeit zu erwarten, die neue Anforderungen an das technische Personal stellt.

Um kranken und pflegebedürftigen Menschen auch in Zukunft optimale Versorgung garantieren zu können, setzen Gesundheitsstadtrat Dr. Sepp Rieder und KAV Generaldirektor Prof. Dr. Eugen Hauke gerade auch im baulichen Bereich Akzente.

Prof. Hauke: "Uns wird auch in Zukunft das Wohl von Patientinnen und Patienten von größter Wichtigkeit sein. Dazu sind auch Investitionen für die Instandhaltung und Neuschaffung erforderlich. Zurzeit sind Vorhaben wie das Geriatriezentrum Nord und Süd oder der Pavillon Austria im Pulmologischen Zentrum wesentliche Projekte. Daneben gibt es noch einige Projekte in Planung oder Entwicklung."

Durch die Optimierung der Behandlungsmethoden ist es in den letzten Jahren gelungen die Bettenanzahl von 12.250 (1993) auf
9.350 (1999) zu reduzieren, da die durchschnittliche Aufenthaltsdauer verkürzt werden konnte. Dem Patientenwunsch nach kleineren Räumen und weg von anonymen Bettensälen konnte nicht zuletzt deshalb Rechnung getragen werden.

Laufende Projekte:

Floridsdorf: Das neue Geriatriezentrum Nord kostet 350 Millionen Schilling. Bauende: Anfang 2001.

Kaiser Franz-Josef-Spital: Bereit im letzten Herbst startete der Baubeginn für ein Geriatriezentrum um 520 Millionen Schilling. Daneben wird auch an der Pathologie und Anstaltsküche gebaut. Investitionsvolumen: 255 bzw. 110 Millionen Schilling.

GZ am Wienerwald: Im Geriatriezentrum Wienerwald werden in
den kommenden Jahren mehrere Pavillons generalsaniert. Die Modernisierung des Pavillons VI kostet allein 150 Millionen, die neue Energieversorgung rund 100 Millionen Schilling.

Pulmologisches Zentrum: Der Neubau der Orthopädie kostet 280 Millionen Schilling und wird voraussichtlich im Oktober 2000 den Betrieb aufnehmen.

Wilhelminenspital: Neben einer neuen Anstaltsküche um 200 Millionen werden auch für Stationssanierungen 100 Millionen Schilling aufgewendet.

Baumgartner Höhe: Die Verlegung des neurologischen Krankenhauses vom Maria-Theresien-Schlössels auf die Baumgartner Höhe wird 400 Millionen Schilling kosten. (Schluss) nk

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