Rieder: Früherkennung senkt Brustkrebsrate um bis zu 30 Prozent

Wiener Brustkrebs-Vorsorgeprogramm startet im Herbst

Wien, (OTS) Am Freitag fand im Schloss Wilhelminenberg in
Wien ein internationales Symposium zum Thema "Mammakarzinom -Aktuelle Trends in der interdisziplinären Betreuung" statt. Im Vorfeld der Veranstaltung kündigte Gesundheitsstadtrat Dr. Sepp Rieder im Rahmen eines Mediengespräches für Wien eines größte Brustkrebs-Vorsorgeprogramm Europas an: "25 bis 30 Prozent der Brustkrebserkrankungen könnten durch regelmäßig Vorsorge verhindert werden. Daher hat sich Wien entschlossen, ab Herbst dieses Jahres ein umfassendes Screeing-Programm für 180.000 Wienerinnen zu starten."****

An dem Mediengespräch nahmen weiters die Organisatoren des Symposiums, Prim. Univ.Prof. Dr. Heinz Ludwig, Leiter des Onkologischen Zentrums im Wilhelminenspital, und Prim. Univ.Prof. Dr. Heinrich Salzer, Leiter der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe im Wilhelminenspital sowie Prof. Dr.med. Stephen W. Duffy vom Institute of Public Health, University Forvie Site in Cambridge, England, teil.

"Das Mammakarzinom ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen", betonte Rieder. Allein in Wien seien 1998 908 neue Brustkrebsfälle und 422 Verstorbene gezählt worden, im Durchschnitt müsse jede 8. Frau damit rechnen, von Brustkrebs betroffen zu werden. Trotz dieser ungünstigen Voraussetzungen habe aber der medizinische Fortschritt bedeutende Vorteile für die betroffenen Frauen gebracht. Rieder: "Brustkrebs ist schon lange nicht mehr automatisch mit dem Verlust einer oder beider Brüste verbunden. Heute werden 75 bis 80 Prozent der Brustoperationen ´brusterhaltend´ durchgeführt, das heißt, dass das äussere Erscheinungsbild gewahrt werden kann." Auch bei den begleitenden
und weiterführenden Therapien wie der Bestrahlungs- oder der Chemotherapie sowie in der Diagnostik habe es riesige Fortschritte gegeben, die in Österreich und speziell in Wien allen Patientinnen auch zur Verfügung stünden.

Größte Brustkrebs-Screening-Programm Europas in Wien

Im Herbst startet in Wien Europas größtes Brustkrebs-Vorsorge-Programm. Rieder: "180.000 Wienerinnen zwischen 50 und 70 Jahren werden im Rahmen dieses Vorsorgeprogrammes persönlich eingeladen werden, zu einer Brustuntersuchung zu kommen". Das Programm werde von der Stadt Wien in Kooperation mit der Wiener Gebietskrankenkasse und der Wiener Ärztekammer durchgeführt und über mehrere Monate gehen, erläuterte Rieder.

Ein Grund für dieses Programm sei auch das in Österreich vorhandene West-Ost-Gefälle bei der Krebshäufigkeit zu Lasten der östlichen Bundesländer. Sogar innerhalb Wiens gebe es laut Rieder Bezirke, in denen es generell mehr Krebserkrankungen gebe. Für den Brustkrebs sind das die Bezirke 10, 12, 14 und 23. Rieder: "Gerade beim Brustkrebs zeigt sich, dass der Wille zur Vorsorge massiv von der Bildung und dem sozialen Status abhängig ist. Es ist eine der großen Herausforderungen unseres Programme, gerade Frauen zu einer Untersuchung zu bringen, die bisher ´vorsorgeresistent´ waren." (Schluss) nk

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Norbert Kettner
Tel.: 4000/81 845
e-mail: norbert.kettner@ggs.magwien.gv.at

PID-Rathauskorrespondenz:

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK/NRK