Sigrid Gareis leitet Tanzzentrum im Museumsquartier

Wien, (OTS) Sigrid Gareis übernimmt ab Spätsommer dieses Jahres die künstlerische Leitung des kommenden Tanzzentrums im Museumsquartier. Die Münchnerin kann auf vielfache Erfahrung in Organisation, Programmgestaltung und konzeptive Arbeit in der deutschen und internationalen Tanzszene hinweisen. Sie ist aus
einem international ausgeschriebenen Wettbewerb mit zahlreicher qualifizierter Beteiligung aus Europa und den USA als unumstritten Erstgereihte hervorgegangen und wird ihre Aufgabe im Tanzquartier
in der ersten Periode für vier Jahre, mit einmaliger Verlängerungsmöglichkeit, übernehmen.****

Kulturstadtrat Peter Marboe, der Gareis am Freitag den Medien präsentierte, verwies auf die Kompetenz und Erfahrung, die diese bereits bei ihrer bisherigen Arbeit, unter anderem bei einer Reihe von Festivals, unter Beweis gestellt habe. Er erwarte sich vom Tanzzentrum Wien und seiner zukünftigen Leiterin einen
wesentlichen Anstoß zur Emanzipation des Tanzes in Wien, zur Etablierung Wiens als Tanzstadt. Mit dem Tanzhaus könne man verstärkt Synergien nicht nur innerhalb der freien Szene und der verschiedenen Kunstsparten im Museumsquartier, sondern auch in der Kooperation mit den Tanzensembles von Volksoper und Staatsoper erreichen. Marboe verwies auch auf die bisherige Entwicklung des Tanzes in Wien. Über die Tanzenquete 1997, über die Schaffung einer ChoreographInnenplattform, über die Idee, das von Allen gewünschte Tanzhaus im Museumsquartier zu etablieren, sei man nun am erfreulichen Punkt einer Entwicklung angelangt, dem Tanz in
Wien einen neuen Stellenwert einräumen zu können. Dazu hätten vor allem die Künstler der Tanzszene, aber auch die Stadt, die politischen Parteien und die Medien beigetragen, denen allen zu danken sei. Die Wiener Tanzszene habe sich in den vergangenen
Jahren positiv entwickelt, womit eine derartige Einrichtung gerechtfertigt sei und weitere Zukunftschancen eröffne.
Sigrid Gareis, geboren 1959 in München, hat Völkerkunde studiert und bereits in jungen Jahren freie Tätigkeiten im Kulturbetrieb ergriffen. Seit Beginn der 90er-Jahre leistete sie Kulturarbeit
bei Siemens, weiters war sie am Aufbau einen Produktionsringes für freie Theatergruppen in Deutschland beteiligt, sie gründete und konzipierte Festivals, darunter das triennale Festival "tanzraum"
in Nürnberg, Fürth und Erlangen und programmierte Festivals in München und Moskau.

Für Wien hat sie sich beworben, weil sie hier sehr gute Voraussetzungen im kommenden Tanzhaus und in der Situation des Tanzes in der Stadt sieht. Es gebe eine aktive, entwicklungsfähige Szene mit großer Bandbreite.

Als Ziel nannte sie das Haus als Zentrum des Tanzes in der Stadt zu etablieren. Es soll eine intensive Kooperation mit den Künstlern und eine kommunikative Atmosphäre geben. Durch das Engagement von Gastkuratoren soll es immer wieder neuen
Sichtweisen in der Programmierung des dem Experiment, aber auch
dem Dialog mit dem Publikum verpflichteten Haus geben. Als Größenordnung für die Jahresprogrammierung nannte sie ca. 100 Vorstellungen im kleineren 320-Plätze-Raum und ca. 10
Vorstellungen in der großen Halle. Weiters werde sie sich dafür einsetzen, die zeitgenössische Tanzausbildung in Wien weiter zu entwickeln. Großen Wert legt Sigrid Gareis auf das geplante Info-Zentrum, das mit allen notwendigen medialen Ressourcen
ausgestattet werden soll.

Das Tanzzentrum werde, so Kulturstadtrat Marboe, rechtlich
die Form einer GesmbH erhalten. Frau Gareis werde Geschäftsführerin und künstlerische Leiterin sein. An Budgetmitteln seien derzeit 60 Millionen Schilling für drei Jahre inklusive des bereits Laufenden gesichert, was bei einer Eröffnung im Herbst 2001 ein Budget über dem Jahresschnitt von 20 Millionen bedeute. Die Budgets für die freien Gruppen und für das sommerliche Tanzfestival laufen, so Marboe, in gewohnter Höhe weiter. (Schluss) gab

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