AKNÖ-Präsident Staudinger: Arbeiter-Gleichstellung ist Mogelpackung zum Quadrat!

ÖAAB und Dirnberger haben Schröpfpaket zugestimmt!

Wien (FSG). "Es ist einfach unglaublich, womit sich Dirnberger beschäftigt, wenn gleichzeitig im Parlament mit den Stimmen seiner ÖVP- und ÖAAB-Freunde ein sozialer Rückschritt nach dem anderen beschlossen wird", stellte der Präsident der Arbeiterkammer Niederösterreich, Josef Staudinger, zur heutigen Aussendung seines NÖ AK-Vizepräsidenten Dirnberger fest.++++

Vor allem die von Blauschwarz hochgelobte Gleichstellung zwischen ArbeiterInnen und Angestellten sei eine Mogelpackung zum Quadrat, so Staudinger. Sie wird nämlich durch Urlaubskürzungen und den Entfall des Postensuchtages bei Selbstkündigung finanziert. Das bedeutet: Man nimmt den Beschäftigten mehr als vier Milliarden S weg und gibt ihnen lediglich eine Milliarde S für die Entgeltfortzahlung zurück.

Dirnberger solle sich jedenfalls einmal bei seinem Tiroler und Vorarlberger Parteifreunden Dinkhauser und Fink erkundigen, wie das so ist mit der angeblich nicht mehr zeitgemäßen absoluten Mehrheit in der AK. Das Ziel der sozialdemokratischen GewerkschafterInnen sei jedenfalls, bei den AK-Wahlen wieder so stark zu werden, dass "gegen uns und damit die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Niederösterreich keine Politik gemacht werden kann." Auf den ÖAAB und Dirnberger könnten sich nämlich diese überhaupt nicht verlassen, da beide das blau-schwarze Schröpfpaket voll mittragen, was mehrfach belegt ist.

Zum Vorwurf Dirnbergers, die AKNÖ habe sich in den vergangenen Jahren ausschließlich um die Dienstleistungen gekümmert, hält Staudinger fest: "Gott sei Dank! Denn wären wir, so wie Dirnberger, nur auf billige Schlagzeilen aus gewesen, dann hätten wir nie mehr als 100.000 ArbeitnehmerInnen pro Jahr persönlich helfen und niemals 660 Millionen Schilling für unsere Mitglieder allein im Jahr 1999 erkämpfen können. Erst in diesen Tagen haben wir durch das Aufdecken des Kreditskandals den betroffenen NiederösterreicherInnen zig-Millionen Schilling gesichert." Staudinger empfiehlt Dirnberger dringend den AKNÖ-Jahresbericht zumindest zu überfliegen, damit er wenigstens weiss, was im eigenen Haus alles passiert.

Präsident Staudinger: "Dirnberger hat dazu am allerwenigsten beigetragen, weil er den ganzen Tag nur hinter dem Fernschreiber sitzt oder mit dem Abfertigungsrucksackerl durch die Lande zieht und das auch noch als großen ÖAAB-Erfolg verkauft." Der Rucksack dürfte ihn aber schon ziemlich schwer am Rücken brennen, wenn man sich anschaut, wie nervös der ÖVP-ArbeitnehmerInnenvertreter Dirnberger in letzter Zeit angesichts der kommenden Wahl geworden ist.

Aber auch wenn er zehnmal am Tag bewusst Unwahrheiten verbreite oder ihn, Staudinger, persönlich attackiere, werde das Dirnberger nicht darüber hinwegretten können, dass es sein ÖAAB war, der dem schlimmsten und sozial ungerechtesten Belastungs- und Pensionspakt der österreichischen Nachkriegsgeschichte zugestimmt hat.

Staudinger abschließend: "Lieber Alfred, geh´ frag´ doch bitte einmal deinen Vorsitzenden Fasslabend, wie er das gemeint hat im ‚Profil‘ vom 10. April, wo er stolz darauf ist, all seine ÖAAB-Forderungen im Regierungsprogramm durchgebracht zu haben..." (ew)

FSG, 28. April 2000

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