Kollross: Was jetzt Herr Minister? Nehmen Sie sich eigentlich selbst noch ernst?

Der Landesvorsitzende der Sozialistischen Jugend Niederösterreich, Andreas Kollross, nahm heute zu den Aussagen von Innenminister Strasser in der Wochenzeitschrift "News" Stellung.
In dieser erklärt Strasser, dass es für ihn klar sei, dass Verträge erfüllt und eingehalten werden müssen.

"Was jetzt Herr Minister? Die gestern von FPÖVP beschlossenen Kürzungen beim Zivildienst wirken ab 1. Juni, gelten also auch für all jene Zivildiener, die bereits im Oktober 1999 oder Februar 2000 ihren Dienst noch zu den alten Bedingungen angetreten haben. Diesen werden die Entlohungsbedingungen einseitig durch Strasser aufgekündigt! Nehmen Sie sich eigentlich selbst noch ernst, Herr Minister? Dass ist doch ein ganz klarer Vertragsbruch, merkte Kollross weiter an.

Die beschlossenen Kürzungen dienen offensichtlich der Zerschlagung des Zivildienstes auf dem Rücken der betroffenen Jugendlichen und Hilfseinrichtungen. Davon auszugehen, dass sich ein Mensch von nur Ö 43,- täglich ein Jahr lang ernähren kann, zeigt, wie diese Regierung mit Jugendlichen umzugehen gedenkt.

Durch die Nichtzuweisung von 1.500 Zivildienern im heurigen Jahr erhöhen sich die ohnehin schon langen Wartezeiten auf bis zu fünf Jahre! Tausende Lebensplanungen werden skrupellos torpediert, viele auch durch den von Minister Strasser organisierten Vertragsbruch, gegen den er ja, zumindest laut News, ist. Vielleicht sollte Strasser einmal daran erinnert werden, so Kollross weiter, dass reden und handeln zusammenpassen sollten.

Der Landesvorsitzende empfiehlt allen Jugendlichen, die bereits zivildienstpflichtig sind, noch vor dem 1. Juni 2000 in einem persönlichen Schreiben an den Innenminister ihre Zuweisung binnen Jahresfrist gemäß § 10 ZDG zu verlangen. Er kritisiert, dass selbst diese letzte Möglichkeit zur Einflussnahme auf den Zuweisungstermin auf Betreiben des Innenministers abgeschafft wird.

Abschließend erneuert Kollross seine Forderung, den Zivildienst auf das Niveau des Wehrdienstes zu senken, und kündigt weitere Protestmaßnahmen in Niederösterreich an!
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