Dirnberger: AK muss mehr Politik für ihre Mitglieder machen

Von 2.- 19. Mai sind 400 000 Arbeitnehmer bei der AK-Wahl wahlberechtigt

Wien (OTS) - Am Dienstag beginnt die AK-Wahl in Niederösterreich und dauert bis 19. Mai. Die Wahl wird einerseits in Betriebssprengeln möglich sein, die von den Wahlkommissionen zu angekündigten Terminen besucht werden. Gibt es in Betrieben keinen Wahlsprengel, so können die dort tätigen Wahlberechtigten ihre Stimme mittels Briefwahl abgeben. Den Stimmzettel kommt per Post an die Wohnadresse.

Der Spitzenkandidat des ÖAAB für die Wahl in Niederösterreich, AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger, bezeichnet den ÖAAB als die "gestaltende Kraft" in der AKNÖ in den vergangenen 5 Jahren. "Welches politische Thema auch immer von der AK behandelt wurde, die Initiative kam von uns." Dirnberger nennt als Beispiele Benzinpreis, Pensionen, Ärztemangel, Abfertigung, Arbeitsbedingungen im Handel. "AK-Präsident Staudinger und die SP-Gewerkschafter haben sich zu sehr auf den Servicebereich allein verlassen. Doch die Aufgabe der AK ist es vor allem, Politik für ihre Mitglieder zu machen. Da haben wir von Staudinger in den vergangenen Jahren nichts gehört. Nur jetzt im Wahlkampf - no na - ist er aufgewacht.

Dirnberger kämpft für bessere Einkommen und neues Abfertigungsrecht

Damit sich das maßgeblich ändert - also mehr Politik für die Arbeitnehmer gemacht wird - will Dirnberger die absolute Mehrheit der SP-Gewerkschafter in der AKNÖ brechen. "Es ist nicht mehr zeitgemäß und demokratiepolitisch nicht vertretbar, wenn eine Fraktion allein machen und unterlassen kann was sie will. Das ist auch eine Frage der Kontrolle", begründet Dirnberger sein Vorhaben.

Inhaltlich setzt Dirnberger auf ein starkes Vertreten der Anliegen der Arbeitnehmer. Insbesonders die Einkommensentwicklung muss wesentlich von der AK beeinflusst werden. "Es geht nicht länger an, dass Arbeitnehmer in Branchen mit hervorragenden Gewinnen, also z.B. in Supermarktketten, aber auch Angestellte bei Ärzten, Notaren, Apothekern unterdurchschnittlich bezahlt werden und die AK schweigt dazu", kritisiert Dirnberger.

Ihm, Dirnberger, gehe es um eine deutliche Verbesserung bei den Einkommen und bei der Abfertigung. Da sollen die Arbeitnehmer künftig die Möglichkeit haben, bei Selbstkündigung den Abfertigungsanspruch zum neunen Job mitzunehmen. "Derzeit verfällt der Anspruch auf Abfertigung bei Selbstkündigung und beginnt überhaupt erst nach drei Jahren. Da die Arbeitnehmer aber immer flexibler sein müssen und den Job wechseln, verlieren heute immer mehr ihren Abfertigungsanspruch oder haben, weil zu kurz im Betrieb, beschäftigt gar keinen Anspruch erworben. Nach unserem Modell gibt es aber ein Anrecht auf Abfertigung für alle, in jedem Falle und der Anspruch kann von Job zu Job mitgenommen werden. Leider haben bisher die SP-Gewerkschafter unter Präsident Staudinger gegen dieses Modell gestimmt und so eine wesentliche Verbesserung für die Arbeitnehmer verhindert", zeigt Dirnberger die arbeitnehmerfeindliche Haltung der SP-Fraktion in der AK auf.

Eine Mahnung richtet Dirnberger auch an die Bundesregierung und ihre Pläne zur Pensionsreform. "Das was da jetzt betrieben wird ist eine Verunsicherung all jener, die einige Jahre vor ihrem Pensionsantritt stehen. 1997 hat die Regierung versprochen, dass die damalige Reform für zwei Legislaturperioden, also 8 Jahr halten wird. Nun bricht die Regierung ihr Versprechen. Die Pensionsreform darf keinesfalls überfallsartig kommen und es darf keine Verschlechterungen besonders für jene geben, die durch die Arbeit krank geworden in Pension gehen müssen", fordert Dirnberger, der sich nach der AK-Wahl weiter dafür einsetzen wird, dass die künftige Reform des Pensionssystems nicht überfallsartig kommt, nicht sofort wegen der Budgetsanierung durchgepeitscht wird.

Rückfragen: AK-Vizepräsident,
Tel.: 01/58883/1706

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