VÖZ: Befriedigung über Fortsetzung des Postzeitungsdienstes

Wien (OTS) - Der VÖZ sieht die am 27. April im Nationalrat beschlossene Lösung für den Postzeitungsdienst als einen mittelfristigen Sieg der Vernunft und als einen Kompromiss, der den unbewältigbaren Zeit- und Kostendruck wegnimmt, den ein Auslaufen des Postzeitungsdienstes zum 30. Juni 2000 mit sich gebracht hätte.

"Wir danken allen, die sich um das Zustandekommen dieses Kompromisses bemüht haben, insbesondere dem Mediator Dr. Peter Radel, Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel, dem Mediensprecher der ÖVP Mag. Wilhelm Molterer, den Klubobleuten Univ.-Prof. Dr. Andreas Khol und Ing. Peter Westenthaler sowie verschiedenen Nationalratsabgeordneten, letztlich auch den Bundesministern Grasser und Schmid, die nach zunächst hart ablehnenden Positionen doch noch ein Einlenken gezeigt haben," erklärt der Präsident des VÖZ Dr. Max Dasch.

Es wird nun an der Post AG liegen, durch eine rasche Vorlage neuer Allgemeiner Geschäftsbedingungen auf der Basis des nun beschlossenen Gesetzes ein marktkonformes Tarifsystem vorzulegen. Der VÖZ erwartet aber auch, dass sehr bald Gespräche über die Bedingungen und das Tarifsystem nach dem 31.12.2001, dem gestern beschlossenen Ablaufdatum für die derzeitige Form des Postzeitungsdienstes, zwischen Post und Verlegervertretern aufgenommen werden. Dabei wird es nicht nur um die Tarifstruktur, sondern auch um die Ausgestaltung des Postzeitungsdienstes nach Einstellung staatlicher Zuschüsse gehen müssen. Die Post ist neuerlich eingeladen, die gemeinsamen Überlegungen für Kooperationen bei der Frühzustellung von Zeitungen fortzusetzen.

Es wird aber auch an den Zeitungsverlagen liegen, durch verstärkte Kooperationsbereitschaft, die Nutzung wechselseitiger Vorteile in verschiedenen Bundesländern und durch das Ausnützen aller Synergien ihren Beitrag zu einer befriedigenden Zeitungszustellung zu leisten.

Mit Interesse dürfen in diesem Zusammenhang auch die angekündigten Vorschläge zur Neuordnung der Presseförderung erwartet werden.

Fest steht allerdings, dass eine komplette Zuordnung der Förderungsmittel zur Vertriebsunterstützung einige Tageszeitungen letztlich in Schwierigkeiten bringen wird, für die dann möglicherweise die Zustellung der Produkte, aber nicht mehr deren Herstellung gewährleistet ist.

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