Konjunktur bei Elektrotechnikern steht wieder unter Spannung

Über 80 Prozent der Betriebe bezeichnen die derzeitige Geschäftslage als gut oder saisonüblich

Wien (PWK) - Die Konjunktur bei den Elektrotechnikern, Radio- und Viedeoelektronikern steht wieder unter Spannung. Laut einer Umfrage des Instituts für Gewerbe- und Handelsforschung (IfGH) bezeichnen mehr als 80 Prozent der Betriebe ihre derzeitige Geschäftlage als "gut" oder saisonüblich. Der durchschnittliche Auftragsbestand ist von 12,7 Wochen auf 13,8 Wochen gestiegen. Diese Entwicklung ist in erster Linie auf private und gewerbliche Auftraggeber zurückzuführen. Der Anteil der öffentlichen Aufträge ist weiter gesunken.

Besonders gut entwickelte sich die Konjunktur in Oberösterreich (+5,6 Wochen) und im Geschäftsbereich Installation. Während im Vorjahr noch 23% der Betriebe mit Rückgängen im Auftragsbestand konfrontiert waren, meldeten im 1. Quartal 2000 per Saldo bereits 4 % der Betriebe steigende Auftragsbestände im Installationsbereich. Auch im 2. Quartal rechnen die Elektrotechniker, Radio- und Videotechniker mit einem weiteren Anziehen der Konjunktur. 8% der Betriebe erwarten steigende Auftragseingänge. Besonders optimistisch sind die burgenländischen und oberösterreichischen Unternehmen. Hier erwarten bis zu 26% der Betriebe, dass die Auftragseingänge steigen.

Die gute Konjunktur wird derzeit noch keine neuen Jobs bringen. Die Personalpläne der Unternehmer sind zurückhaltender als im Vorjahr. 7% der Betriebe wollen ihren Personalstand erhöhen, 8 % planen Personalfreisetzungen. Alles deutet darauf hin, dass die höhere Nachfrage bis auf weiteres durch eine bessere Auslastung der Mitarbeiter abgedeckt werden soll.

Im gesamten Jahr 1999 hat sich die Umsatzentwicklung bei den Elektrotechnikern, Radio- und Videoelektronikern langsam, aber stetig verbessert. Der Umsatz stieg durchschnittlich um 1,4%; 1998 waren es noch 1,1 %. Lediglich die Betriebe in Wien (-1,2%) und Kärnten (-0,7%) mussten Erlösrückgänge in Kauf nehmen. Der Anteil des Handels am Gesamtumsatz betrug 1999 durchschnittlich 18%.

Rund zwei Drittel der Betriebe konnten ihre Verkaufspreise auf dem Niveau von 1998 halten. 29% haben die Preise um 3,5% erhöht, 3% mussten ihre Preise im Durchschnitt um 5,7% senken. Insgesamt erhöhten sich die Verkaufspreise um 0,7%. Auch für das laufende Jahr rechnen die Unternehmer mit steigenden Preisen (58 % der Betriebe).

Absolute Spitze waren die Elektrotechniker im vergangenen Jahr bei den Investitionen. Mit 46.000 Schilling pro Beschäftigten wurde der höchste Wert seit 1993 registriert. Besonders kräftig wurde in Niederösterreich und in Oberösterreich investiert. Mehr als die Hälfte des Investitionsvolumens entfiel dabei auf Bauvorhaben. Nur 6% der Elektrotechniker haben 1999 nicht investiert. Für heuer planen 14% der Unternehmen, ihre Investitionen nochmals zu erhöhen, 59% haben keine weitere Pläne.

Nach wie vor ist die Preiskonkurrenz das größte Problem für die heimischen Elektrotechniker, Radio- und Videoelektroniker. Knapp 70% fühlen sich dadurch in ihrer Geschäftstätigkeit beeinträchtigt. 59% der Betriebe klagen über zu hohe Personalkosten. (MH)

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