Architekt Roland Rainer feiert seinen 90. Geburtstag

Stadt Wien und Wiener Architektenkammer stiften Roland-Rainer-Stipendium

Wien, (OTS) Anlässlich des 90. Geburtstages des Architekten und Wiener Stadtplaners Dipl.-Ing. DDr. Roland Rainer
veranstaltete die Wiener Architektenkammer gemeinsam mit der Stadt Wien ein Fest zu Ehren des renommierten Doyens der
österreichischen Architekturszene. Rund 2.000 Gäste kamen am Donnerstag Abend in die Wiener Stadthalle. Das dreistündige Programm würdigte Architekt Rainers Lebenswerk und Schaffen. Als Festredner gratulierten Nationalratspräsident Dr. Heinz Fischer, Vizebürgermeister und Planungsstadtrat Dr. Bernhard Görg, Kulturstadtrat Dr. Peter Maboe, Architektin Marta Schreieck und Architekt Gerhard Steixner, ehemalige Rainer-Schüler und Architekt Wolf D. Prix von Coop Himmelb(l)au. Unter den Gratulanten befanden sich auch MAK-Direktor Peter Noever, Künsterlhaus-Präsident Manfred Nehrer, Architektur Zentrum Wien-Direktor Dietmar Steiner und Rektor der Akademie der bildenden Künste, Carl Pruscha. Als Geburtstagsgeschenk der Stadt Wien und der Wiener
Architektenkammer wurde ein jährlich zu vergebendes Roland-Rainer-Stipendium gestiftet.

Der international bekannte Architekt und Wiener Stadtplaner Dipl.-Ing. DDr. Roland Rainer feiert am Montag seinen 90. Geburtstag. Roland Rainer wurde am 1. Mai 1910 in Klagenfurt geboren.****

Nach der Volksschule und dem Besuch des Gymnasiums in Wien maturierte er 1928 und studierte anschließend an der Wiener Technischen Hochschule Architektur. 1933 erwarb er den Grad eines Diplomingenieurs, und 1935 promovierte er mit einer Dissertation über die Neugestaltung des Karlsplatzes.

Nach 1945 arbeitete er vorerst als freischaffender Architekt. 1953 wurde er o.Prof. für Wohnungswesen, Städtebau und Landesplanung an der Technischen Hochschule in Hannover, 1955
kehrte er als Ordinarius für Hochbau und Entwerfen an der TH Graz nach Österreich zurück, und ab 1956 war er Leiter der Meisterschule für Architektur an der Akademie der bildenden Künste in Wien. 1960 bis 1962 bekleidete er die Würde des Rektors der Akademie der bildenden Künste und wurde Ende September 1980 emeriert.

Von 1958 bis 1963 war Roland Rainer als Stadtplaner für Wien tätig.

Von Roland Rainer stammen in Wien folgende größere Bauten:
1947 Freiluftschule in Wien-Siebenhirten, 1948 bis 1950 Umbau des Schlosses Pötzleinsdorf zu einem Jugendgästehaus der Stadt Wien, 1951 bis 1952 Bau des Franz-Domes-Lehrlingsheimes in Wien IV.
(nicht mehr existent), 1955 bis 1958 Wiener Stadthalle, 1961 bis 1963 Flachbausiedlung Mauerberg, 1962 bis 1963 Evangelische Kirche in Wien XI., ORF-Zentrum Wien Küniglberg, Verwaltungsgebäude Gebrüder Schoeller, Wien, Siedlungen und Einfamilienhäuser. Der für die Stadthalle entworfene Sessel erlebte übrigens in den letzten Jahren eine Renaissance und wird wieder produziert. In Wien-Donaustadt plante Rainer im Bereich Tamariskengasse/ Langobardenstraße im Rahmen des Siedlungsprogramms der Stadt Wien eine Wohnhausanlage in 230 Wohnungen. Gemeinsam mit Gustav Peichl plante er in den 90er Jahren für das sensible Grundstück zwischen Secession und der Akademie der bildenden Künste den so genannten "Akademiehof".

Außerhalb Wiens schuf Roland Rainer im Gefolge der Wiener Stadthalle 1960 bis 1964 die Stadthalle in Bremen und 1961 bis
1965 die Stadthalle in Ludwigshafen, ferner die katholische Kirche und die Gartenstadt Puchenau bei Linz, für die ihm im Dezember
1985 der "Große österreichische Wohnbaupreis" überreicht wurde.

Ein umfassendes Werk über seine Arbeiten erschien anlässlich der Ausstellung in der Akademie der bildenden Künste zu seinem achtzigsten Geburtstag im Jahr 1990 (Roland Rainer. Arbeiten aus
65 Jahren).

Neben zahlreichen Ehrungen und Auszeichnungen erhielt Roland Rainer den "Preis der Stadt Wien für Architektur", die "Ehrenmedaille der Stadt Wien in Gold" und der "Ehrenring der
Stadt Wien". 1990 wurde er zum "Bürger der Stadt Wien" ernannt. (Schluss) lei/bs

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