OeNB - Die österreichische Zahlungsbilanz des Jahres 1999

Ein Jahr Euro, fünf Jahre EU-Mitgliedschaft,

Wien (OTS) - zehn Jahre Ostöffnung

Die Oesterreichische Nationalbank hat heute im
Rahmen einer Pressekonferenz die Ergebnisse der österreichischen Zahlungsbilanz des Jahres 1999 vorgestellt. OeNB-Gouverneur und EZB-Rats-Mitglied Dr. Klaus Liebscher verwies bei dieser
Gelegenheit auf die derzeit sehr positive Wirtschaftsentwicklung
im gesamten Euroraum. Die Konjunkturaussichten seien so gut wie
seit zehn Jahren nicht mehr. So werde sich das Wachstum im
laufenden Jahr auf über 3% beschleunigen, bei gleichzeitiger Sicherung der Preisstabilität. Diese Sicherung der
Preisstabilität sei der beste Beitrag, den die Geldpolitik für nachhaltiges Wachstum und eine positive Beschäftigungs-
entwicklung im Euroraum leisten könne. Die stabilen
langfristigen Zinsen und die moderaten Lohnabschlüsse würden zeigen, "dass die Finanzmärkte und die Tarifparteien die Entschlossenheit des EZB-Rates erkannt haben, die
Preisstabilität dauerhaft zu sichern", so Gouverneur Liebscher.

In der Folge wies Gouverneur Liebscher auf die geänderte Bedeutung einer nationalen Zahlungsbilanz unter dem Aspekt der gemeinsamen Währung hin. Während vor der Gründung der Währungsunion die österreichische Zahlungsbilanz im Allgemeinen und der Leistungsbilanzsaldo im Speziellen vor allem unter dem Gesichtspunkt der aussenwirtschaftlichen Absicherung der Bindung
des Schilling an der D-Mark von Interesse waren, könne man seit Beginn des Jahres 1999 aus nationalen Zahlungsbilanzdaten der Mitgliedstaaten des Euro-Gebietes keine direkten währungspolitischen Schlussfolgerungen ableiten. Dazu diene
nunmehr die Zahlungsbilanz des gesamten Euro-Raumes, zu der die
OeNB die österreichischen Daten liefere. Die österreichische Zahlungsbilanz sei - so Gouverneur Liebscher - neben ihrer unverzichtbaren Rolle bei der Ermittlung des Bruttoinlands-produktes eine wichtige und reiche Quelle für Strukturinfor-mationen bezüglich der außenwirtschaftlichen Verflechtung Österreichs. Insbesondere könne man wichtige nationale wirtschaftspolitische Fragen, wie z.B. die Wettbewerbsfähigkeit
der österreichischen Industrie, des Tourismus oder des Finanzplatzes oder aber die Entwicklung der Auslandsvermögens-position anhand der Komponenten der österreichischen
Zahlungsbilanz analysieren.

Bei den heute präsentierten Zahlungsbilanzdaten widmete die Oesterreichische Nationalbank neben der Analyse des Jahres 1999
ihre besondere Aufmerksamkeit auch drei wichtigen wirtschafts-politischen Schwerpunkten, die alle in den Zahlungsbilanz-entwicklungen der letzten Jahre ihren Niederschlag gefunden
haben. Dabei handelte es sich um die Auswirkungen von einem Jahr Euro, von fünf Jahren EU-Mitgliedschaft und von zehn Jahren Ostöffnung. Alle Zahlungsbilanzindikatoren würden darauf
hindeuten - so Gouverneur Liebscher in seinem Resümee - dass die weltwirtschaftliche und auch die innereuropäische Integration Österreichs weiterhin rapide fortschreite. Die österreichische Wirtschaft habe auf die großen Veränderungen des letzten Jahrzehnts sehr flexibel und erfolgreich reagiert, wodurch Österreich von den stattgefundenen Integrationsschüben sehr viel profitiert habe.

In der Folge ging Direktor Dr.Peter Zöllner, das für den Bereich Statistik zuständige Mitglied des Direktoriums der Oesterreichischen Nationalbank, auf die wichtigsten Ergebnisse
der österreichischen Zahlungsbilanz des Jahres 1999 ein und skizzierte anhand von Detailinformationen aus der
österreichischen Zahlungsbilanz wichtige Auswirkungen für die österreichische Aussenwirtschaft durch das erste Jahr des Euro, durch fünf Jahre EU-Mitgliedschaft sowie durch zehn Jahre Ostöffnung.

Was das Jahr 1999 betrifft, habe sich das Leistungsbilanz-defizit um rd. 1,1 Mrd Euro auf 5,4 Mrd Euro (das entspricht
2,8% des BIP) erhöht. Direktor Zöllner wies aber darauf hin,
dass die Verschlechterung nicht auf die Güter- und Dienstleistungsbilanz, sondern ausschließlich auf die Einkommensbilanz zurückzuführen sei. Das Defizit der Güter- und Dienstleistungsbilanz hat sich innerhalb von zwei Jahren von
3 auf 1 Mrd Euro reduziert, was laut Direktor Zöllner die internationale Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Wirtschaft unterstreiche. Als weiteren Beweis für die
erfolgreiche Aktivität der heimischen Exportwirtschaft führte Direktor Zöllner die Exportquote an, die erstmals über die 30%-Marke anstieg. Die weitere Passivierung der Einkommensbilanz
sei die erwartete Konsequenz der zunehmenden Nettoschuldner-position Österreichs, die insbesondere als Folge der Leistungsbilanzdefizite der Vergangenheit inzwischen bei
48,7 Mrd Euro liegt. Die Bedienung der Aussenverschuldung wie
auch die Gewinne ausländischer Unternehmen in Österreich würden sich zunehmend im Leistungsbilanzergebnis niederschlagen.

Was die Auswirkungen des Euro auf die österreichische Aussenwirtschaft betrifft, verwies Direktor Zöllner insbesondere darauf, dass der Euro bereits zur führenden Transaktions- und Investitionswährung der österreichischen Aussenwirtschaft
geworden ist. So würden schon jetzt mehr als die Hälfte der Transaktionen im grenzüberschreitenden Handel Österreichs in
Euro abgewickelt. Gleichzeitig habe der Euro zu einer
beachtlichen Aufwertung der Rolle Österreichs im Netzwerk der internationalen Kapitalströme geführt. So wurde Österreich zu einem bedeutenden Emittenten und Investor auf dem Euro-
Rentenmarkt. Sowohl die Dynamik der grenzüberschreitenden Finanztransaktionen - sie haben sich 1999 gegenüber dem letzten Jahr vor der Einführung des Euro mehr als verdoppelt - als auch
die regionale und währungsweise Streuung der Nettoneu-investitionen seien weitgehend von der Einführung des Euro determiniert gewesen. So würden rund zwei Drittel der Nettoneuinvestitionen der Österreicher im Euroraum erfolgen. Gleichzeitig wurde die OeNB durch die Einführung des Zahlungsverkehrssystems TARGET zu einer Drehscheibe für den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr Österreichs. Die Chancen
der grenzüberschreitenden Unternehmensfinanzierung durch Anleihebegebungen wurden von österreichischen Firmen 1999 jedoch noch nicht genutzt.

Nach fünf Jahren der Mitgliedschaft Österreichs in der Europäischen Union, so Direktor Zöllner, könne man beruhigt feststellen, dass die österreichische Wirtschaft ihre Chancen
auf dem Binnenmarkt erfolgreich wahrgenommen habe. Rund zwei
Drittel des österreichischen Warenhandels erfolge mit EU-
Ländern. Seit dem Beitritt hätte Österreich seine Exporte in den EU-Raum um über ein Drittel (34%) steigern können, während die gegenläufigen Importe nur um ein Viertel (26%) expandierten. Gleichzeitig habe die Reduktion der Preisunterschiede im
Vergleich zu den benachbarten EU-Ländern zu einem Rückgang bei
den Direktimporten der Österreicher gegenüber dem anfänglichen Einkaufsboom geführt. Auch als Zielland für Direkt-investitionen aus den Partnerländern habe Österreich durch den EU-Beitritt stark profitiert. So seien aus diesem Titel in den letzten fünf Jahren über 10 Mrd Euro nach Österreich geflossen.

Auch die ersten zehn Jahre nach der Ostöffnung hätten - so Direktor Zöllner - eindeutig positive Spuren in der österreichischen Aussenwirtschaft hinterlassen. Neben der Verdreifachung der Exporte in diesen Raum und einem kumulierten Überschuss der Güter- und Dienstleistungsbilanz von inzwischen
23 Mrd Euro habe sich Osteuropa als einziger wichtiger Wachstumsmarkt für den österreichischen Tourismus erwiesen. Die Gästenächtigungen aus diesen Ländern hätten sich seit dem Fall des Eisernen Vorhangs bereits verdoppelt und das weitere Wachstumspotenzial sei sehr groß. Im Bereich der Direktinvestitionen werde Mittel- und Osteuropa zunehmend zur wichtigsten Zielregion für österreichische Investoren. Der
Anteil des in diese Region investierten österreichischen
Kapitals habe sich nach den vorliegenden Zahlungsbilanz-informationen gegenüber dem Beginn der 90er Jahre verzehnfacht
und liege nunmehr bei rd. 5,8 Mrd Euro. Damit befänden sich über ein Drittel aller österreichischen Direktinvestionen in Mittel-
und Osteuropa, womit Österreich für diese Länder zu den wichtigsten Quellen für Auslandskapital zähle. Hinsichtlich der Einschätzung des Effektes der Ostöffnung auf den
österreichischen Arbeitsmarkt zitierte Direktor Zöllner eine aktuelle WIFO-Studie, die von der Schaffung von 49.000
zusätzlichen Arbeitsplätzen ausgeht.

Abschließend dankte Direktor Zöllner im Namen der Oesterreichischen Nationalbank allen Meldern - ob
Finanzinstitute, Unternehmen oder Private - die erst durch ihre regelmäßigen Meldungen an die OeNB die Erstellung sowohl der österreichischen Zahlungsbilanz als auch des österreichischen Beitrags zu den europäischen Zahlungsbilanzen ermöglichen
würden. Damit würde eine wichtige und verlässliche Basis für wirtschaftspolitische Analysen und Entscheidungen - sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene - geschaffen. Das sei ganz im Interesse der österreichischen Wirtschaft.

Im Detail stellt sich das Zahlungsbilanzergebnis 1999 folgendermaßen dar:
Das Defizit der österreichischen Leistungsbilanz war im Jahr
1999 mit 5,42 Mrd Euro (74 ½ Mrd ATS) um 1,08 Mrd Euro
(15 Mrd ATS) höher als 1998. Es belief sich damit auf 2,8 % des BIP gegenüber 2,3 % im Jahr 1998. Dieses Defizit geht ausschließlich auf das Defizit gegenüber dem gemeinsamen Währungsraum zurück (6,2 Mrd Euro), während Österreich gegenüber dem Rest der Welt einen Leistungsbilanzüberschuss von
0,8 Mrd Euro aufweist. Innerhalb der EU weisen für 1999 auch Deutschland, Spanien, Griechenland, Portugal und das Vereinigte Königreich Leistungsbilanzpassiva auf.

Die Erhöhung des österreichischen Leistungsbilanzdefizits
ergab sich im Wesentlichen aus dem Anstieg des passiven Saldos
der Einkommen, der um 1,10 Mrd Euro auf 2,54 Mrd Euro zunahm.
Das Defizit der Güter und Dienstleistungen hingegen verringerte sich 1999 um 0,14 Mrd Euro auf 1,02 Mrd Euro. Zwei Jahre zuvor, 1997, hatte es noch bei fast 3 Mrd Euro gelegen.
Nach eher geringen Steigerungsraten im ersten Halbjahr gewann
der österreichische Aussenhandel in der zweiten Jahreshälfte an Dynamik: Im gesamten Jahr 1999 betrug der Anstieg der
Güterexporte und -importe jeweils 6 %. Das Passivum der Güter
laut Zahlungsbilanz stagnierte damit bei 3,31 Mrd Euro.

Nach Berechnungen der Bundesanstalt Statistik Österreich
wuchs der Aussenhandel Österreichs mit den EU-Ländern in beiden Richtungen mit je rd. 3 ½ % wesentlich verhaltener als die Gesamtexporte bzw. -importe. Während die Wachstumsrate der Warenlieferungen in die zentral- und osteuropäischen Staaten mit mehr als 2 ½ % über jener des Jahres davor lag, schwächte sich das entsprechende Importwachstum von 11 ½ % auf rd. 7 % ab. Überdurchschnittlich hohe Zuwachsraten der Exporte waren mit
Japan (+40 %), der Schweiz (+29 %) sowie den USA (+19 %) zu verzeichnen.

Weiterhin günstig entwickelte sich die Dienstleistungsbilanz:
Der Überschuss der Dienstleistungen erhöhte sich 1999 um 0,17
Mrd Euro auf 2,29 Mrd Euro. Auch im abgelaufenen Jahr war der Reiseverkehr der Motor für die positive Entwicklung der Dienstleistungsbilanz, wobei die Einnahmen aus dem Reiseverkehr
im Jahr 1999 um rund 2 ½ % auf 10,32 Mrd Euro zunahmen; auch die entsprechenden Ausländernächtigungen erhöhten sich zum zweiten Mal in Folge. Zur Stagnation der Reiseverkehrsausgaben der Österreicher im Ausland (8,57 Mrd Euro) hat der verstärkte Inlandstourismus beigetragen. Per Saldo ergab sich eine weitere Verbesserung des Reiseverkehrsüberschusses (auf 1,74 Mrd Euro). Auch andere Dienstleistungspositionen wie Patente und Lizenzen, Transport sowie die so genannten sonstigen unternehmensbezogenen Dienstleistungen entwickelten sich positiv.

Das Defizit der Teilbilanz Einkommen war im Jahr 1999 mit
2,54 Mrd Euro um 1,10 Mrd Euro höher als im Jahr davor. Das
Aktivum aus Erwerbseinkommen war dabei mit 0,56 Mrd Euro etwa
gleich hoch wie in den letzten Jahren. Die Nettoabflüsse aus dem grenzüberschreitenden Vermögenseinkommen erhöhten sich dagegen
- vor allem infolge des Anstiegs der Nettoschuldnerposition Österreichs - weiter und erreichten einen Wert von
3,10 Mrd Euro. Diesem Saldo lagen Einnahmen aus den
Veranlagungen Österreichs im Ausland in Höhe von 8,88 Mrd Euro
und Aufwände für ausländische Veranlagungen in Österreich in Höhe von 11,97 Mrd Euro zu Grunde. In den Jahren 1992 bis 1998
war die Entwicklung des Saldos der Vermögenseinkommen durch risikokapitalorientierte Erträge (vor allem Direktinvestitions-erträge) dominiert; im Berichtsjahr hingegen ging die Dynamik
der Entwicklung des Gesamtergebnisses von den Vermögenseinkommen aus zinstragenden Finanzierungsinstrumenten aus. Diese Kategorie enthält Erträge aus festverzinslichen Wertpapieren, Einlagen und Krediten.
Die Nettoabflüsse unter dem Titel laufende Transfers betrugen im Jahr 1999 1,86 Mrd Euro gegenüber 1,74 Mrd Euro im Jahr davor. Darin enthalten ist der Großteil der Finanztransaktionen Österreichs mit der EU. Insgesamt beliefen sich die Beiträge Österreichs im Jahr 1999 auf 2,25 Mrd Euro und die Rückflüsse
auf 1,31 Mrd Euro. Im letztgenannten Betrag sind auch jene Zuschüsse zu Infrastrukturmaßnahmen inkludiert, die in der Teilbilanz Vermögensübertragungen enthalten sind. Netto hat
damit Österreich im Berichtsjahr 0,94 Mrd Euro zum EU-Budget beigetragen gegenüber 0,82 Mrd Euro im Jahr davor.
Die gesamten Vermögensübertragungen schlossen im Berichtsjahr
mit einem Abgang von 0,13 Mrd Euro (nach 0,18 Mrd Euro 1998).
Die Kapitalbilanz zeigte 1999 einen Nettokapitalimport in Höhe
von 6,67 Mrd Euro (92 Mrd ATS) gegenüber 5,01 Mrd Euro im Jahr 1998. Dahinter stehen ausgeprägte Ausweitungen sowohl der österreichischen Investitionen im Ausland als auch der ausländischen Investitionen in Österreich, wobei die Einführung des Euro eine wesentliche Rolle spielte.

Die Direktinvestitionen Österreichs im Ausland beliefen sich
im Jahr 1999 auf 2,53 Mrd Euro und erreichten damit beinahe den Rekordwert aus 1998. Wichtigste Zielregionen waren die mittel-
und osteuropäischen Länder mit einem Anteil von 40%, gefolgt von den außereuropäischen Ländern (32 %) und den EU-Ländern (22 %). Für ausländische Direktinvestionen in Österreich floss Kapital
in Höhe von netto 2,77 Mrd Euro zu. Obwohl der Ausnahmewert von 1998 verfehlt wurde, konnte damit das bisher dritthöchste
Ergebnis erreicht werden. Österreich behauptete sich auch 1999
als attraktiver Standort für ausländische Direktinvestitionen.

Die größten Veränderungen ergaben sich 1999 in den Teilbilanzen Portfolioinvestitionen und sonstige Investitionen.
Im Bereich der Portfolioinvestitionen waren starke Steigerungen
der grenzüberschreitenden Transaktionen in beide Richtungen zu verzeichnen: Österreichische Anleger erwarben 1999 per Saldo ausländische Wertpapiere in Höhe von 25,83 Mrd Euro gegenüber 10,15 Mrd Euro im Jahr davor. Rund 80 % der Nettoneu-
investitionen entfielen hiebei auf Schuldtitel, die vor allem in Euro denominiert waren.
Andererseits konnten sich auch inländische Wertpapiere auf
dem internationalen Kapitalmarkt behaupten: Ausländische
Investoren kauften österreichische Wertpapiere im Ausmaß von
24,61 Mrd Euro, eine Steigerung um gut 50% gegenüber 1998.
Allein der Kauf von langfristigen Anleihen der Republik
Österreich (12,72 Mrd Euro) durch ausländische Anleger repräsentierte zwei Drittel des Kapitalzuflusses aus
langfristigen festverzinslichen Wertpapieren. Zusätzlich fanden auch die Austrian Treasury Bills das Interesse des Auslandes.
Die sonstigen Investitionen schlossen im Berichtsjahr mit einem Nettokapitalimport von 5,87 Mrd Euro gegenüber 0,74 Mrd Euro im Jahr davor. Die größten Transaktionszuwächse ergaben sich bei
den Einlagen und Krediten, wobei die dahinterliegenden Brutto-Kapitalströme ein Vielfaches des Vergleichswertes von 1998 erreichten.
Die offiziellen Währungsreserven nahmen transaktionsbedingt 1999
im Wesentlichen auf Grund der vertrags- und vereinbarungsgemäßen Übertragung von Teilen der Währungsreserven an die EZB
(1,18 Mrd Euro) um 1,96 Mrd Euro ab.

Transaktionenbilanz

Jahr
1998 1999
Credit Debet Netto Credit Debet Netto
in Mrd Euro

LEISTUNGSBILANZ ..... 95,10 99,44 -4,34 101,39 106,81 -5,42 ---------------------------------------------------------------- Güter,Dienstleistungen
und Einkommen ....... 92,49 95,09 -2,60 98,68 102,24 -3,56 Güter und
Dienstleistungen .... 82,94 84,11 -1,17 88,84 89,87 -1,02

VERMÖGENSÜBERTRAGUNGEN UND KAPITALBILANZ ... 4,83 6,54

Direktinvestitionen 1,76 0,23
im Ausland ...... -2,65 -2,53
in Österreich ... 4,41 2,77 Portfolioinvestitionen 5,87 -1,23 ausl.Wertpapiere -10,15 -25,83 öst.Wertpapiere . 16,02 24,61 Sonstige Investitionen 0,74 5,87 Forderungen ..... -0,83 -11,32 Verpflichtungen . 1,57 17,19 Finanzderivate .... -0,44 -0,17 Forderungen ..... -0,36 -0,26 Verpflichtungen . -0,08 0,09 Offizielle
Währungsreserven 1) -2,91 1,96 ---------------------------------------------------------------- Statistische Differenz -0,49 -1,12 ----------------------------------------------------------------

1) Zunahme: -; Abnahme:+.
Rundungen können Rechnungsdifferenzen ergeben
1998 umgerechnet mit dem unwiderruflichen
Euroumrechnungskurs: 1 EUR= 13,7603 ATS.

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