EU-Kulturkommissarin Viviane Reding verspricht: "Keine Benachteiligung für Österreicher bei "Kultur 2000"

Reding will gegen Boykott österreichischer Archeologen von "AREA II" einschreiten.

Wien (OTS) - In einem am Mittwoch in Brüssel geführten FORMAT-Interview verspricht Viviane Reding, EU-Kommissarin für Kultur und Bildung, gegen jeglichen Versuch eines Kulturboykotts gegen Österreich einzuschreiten: "Von Benachteiligung österreichischer Kulturschaffender durch die EU war nie die Rede, das war nie geplant. Und ich brauche auch jetzt niemanden zu ermutigen, denn es hat sich in den Beziehungen zwischen der Kommission und Österreich nichts geändert. Die Probleme, die es gab, bestanden zwischen Österreich und einzelnen EU-Mitgliedern, bilateral oder auf Regierungsebene."

Und Reding weiter: "Wenn die Kommission Hüterin der Verträge und deshalb auch Hüterin der Gemeinschaft ist, dann zählt die Union fünfzehn Staaten. Und Österreich ist ein Teil der Fünfzehn, und das gilt natürlich auch für die Kulturschaffenden."

Und Reding über das mit 2,3 Milliarden Schilling dotierte EU-Kulturprogramm "Kultur 2000", das Geld für Gemeinschaftsprojekte von EU-Partnern bereithält: "Ich habe mit Staatssekretär Franz Morak auch über die Verwirklichung des Kulturprogramms ,Kultur 2000‘ gesprochen, und es ist doch selbstverständlich, daß die österreichischen Künstler ebenso ihre Chance haben, an diesem Programm mitzuwirken, wie diejenigen aus anderen Ländern. Denn der Sinn des Programms besteht ja darin, das kein Land allein, sondern zwei, drei oder noch mehr Staaten kooperieren. Und was ist völkerverbindender, als einen gemeinsamen Kulturaustausch zu haben. Ich sehe in diesem Programm eine große Chance und keine Zerstörung der Verbindungen."

Auf die Frage, wie sie den Rausschmiß österreichischer Archeologen aus dem EU-Archeologie-Projekt "AREA II" durch die französischen Partner bewertet, garantiert Reding: "Ich bin vom österreichischen Botschafter mit dieser Sache befaßt worden und habe das dann an meine Verwaltung zwecks Untersuchung weitergeleitet. Ich warte jetzt auf das Resultat, und wenn da wirklich europäische Programme betroffen sind, dann werde ich einschreiten."

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