"profil": Schlingensief will Peymann als Oppositionsführer nach Wien holen

Der deutsche Regisseur nennt Kanzler Schüssel und Bugtheater-Direktor Bachler "Hochverräter"

Wien (OTS) - In einem Interview in der Samstag
erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil"
kündigt der deutsche Regisseur Christoph Schlingensief an,
"eine Brügerinitiative" gründen zu wollen, "die Claus
Peymann nach Wien zurückholt, um hier eine
außerparlamentarische Oppositon zu leiten".

Peymanns Nachfolger als Direktor des Burgtheaters, Klaus
Bachler, sei nämlich ein "Hochverräter", der die
Demonstranten freundlich begrüße, sie ein bisschen
plärren lasse und im Anschluss wieder freundlich
verabschieden würde, so Schlingensief.

Zu den EU-Sanktionen meint der Regisseur, dass sie ein
"groß angelegtes Ablenkungsmanöver" seien. Schlingensief:
"Frankreich hat Le Pen im Nacken, und deshalb muss jetzt
ein anderer Nazi vorgeführt werden."

Harte Kritik übt Schlingensief an Bundeskanzler Wolfgang
Schüssel. "Das ist der oberste Hochverräter aller
Hochverräter", so der Regisseur. Schüssel "zeichnet sich
durch eine blasierte Selbstverliebtheit aus. Solche Leute
gehören des Landes verwiesen. Doch da diese Typen
immer wieder nachwachsen, wäre das wahrscheinlich
schwer. Da wäre nachher kaum noch einer im Land."
Generell zielt Schlingensief darauf ab, "den Politikern klar
zu machen, dass sie jederzeit auf der Abschussliste
stehen".

Über die Wirksamkeit seines Agitprop-Theaters macht sich Schlingensief keine Illusionen: "Nicht nur das Theater,
sondern das ganze Leben ist ein ziemlich sinnloses
Unterfangen."

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