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Hände weg vom Zeitungstarif für Sozialeinrichtungen LR Bischof: Intensiveres Nachdenken notwendig

Bregenz (VLK) - Bei allem Verständnis für die finanzielle Situation des Bundes darf nicht zugelassen werden, dass das
Budget ausgerechnet auf Kosten karitativer und gemeinnütziger Institutionen saniert und der begünstigte Postzeitungstarif
einfach für alle Zeitschriften gestrichen wird. Hier müssen intelligentere Lösungen gefunden werden, fordert Vorarlbergs Sozial-Landesrat Hans-Peter Bischof intensiveres Nachdenken
von Bundesseite. Die Auswirkungen dieser Maßnahmen wären für viele soziale Organisationen katastrophal, sieht Bischof
Bedarf für neue Lösungen. ****

Das hohe Spendenaufkommen der Vorarlberger gemeinnützigen Vereine und Einrichtungen wie Lebenshilfe, Kinderdorf oder
Caritas, wird wesentlich über Spendenaufrufe in
Zeitungsbeilagen und Zeitschriften aufgebracht. Durch
zusätzliche Portokosten würde dieses wichtige Standbein in
der Finanzierung, argumentiert Landesrat Bischof, erheblich geschwächt.

Über Zeitungen läuft auch eine der wesentlichen Informationsschienen karitativer Einrichtungen an betroffene Zielgruppen, Freunde und Sponsoren. Auch auf diesem Gebiet
würde eine Streichung des begünstigten Zeitungstarifes zu erheblichen negativen Auswirkungen führen was die gesamte Öffentlichkeitsarbeit betrifft. Genau darauf sind diese Organisationen aber angewiesen. Die Identifikation breiter Bevölkerungskreise mit den Aufgaben sozialer Vereine und Einrichtungen würde darunter leiden. "Unsere sozialen
Einrichtungen sind in erheblichem Ausmaß von der Akzeptanz
ihrer Arbeit in der Öffentlichkeit abhängig. Sonst ist die Durchsetzung wichtiger sozialer Anliegen, auf die viele
Menschen angewiesen sind, akut gefährdet", betonte Landesrat Hans-Peter Bischof.

"Nicht im Regen stehen lassen"

Bischof fordert deshalb eine unterschiedliche Behandlung
der Tausenden von Zeitungstiteln, die in den Genuss des begünstigten Zeitungstarifes kommen. Für karitative und gemeinnützige Einrichtungen soll das bisherige System
beibehalten werden, appelliert der Vorarlberger Sozial-
Landesrat an die zuständigen Bundespolitiker. Wenn die
sozialen Organisationen mit diesem finanziellen Mehraufwand
belastet werden, muss das von anderer Seite wieder
aufgefangen werden. Hier geht es also nicht vordergründig um Einsparungen, sondern um Kostenübertragungen vom Bund zu
Lasten der Gemeinden und Länder. "Schließlich dürfen wir
unsere sozialen Einrichtungen und kulturellen Initiativen
nicht im Regen stehen lassen", so Landesrat Hans-Peter
Bischof. Dahinter scheint System zu stecken, erinnert er an
den Zivildienst- und auch den Kulturbereich.
(hh/tm,nvl)

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