Mauthausen: Innenminister Ernst Strasser (ÖVP) übt im NEWS-Interview heftige Kritik an "sozialdemokratischer Eventkultur"

Wien (OTS) - Strasser lehnt FPÖ-Forderung auch Asylanten in die Ausländerquote miteinzurechnen ab: "Das entspricht nicht der Genfer Konvention"

Der Innenminister bleibt trotz FP-Kritik bei seinem Vorstoß zur Hamonisierung von Aufenthalts- und Beschäftigungspolitik: "Das Regierungsprogramm gilt"
Utl.: Vorausmeldung zu NEWS Nr. 17, 27. April 2000 =

Innenminister Ernst Strasser übt massive Kritik an
der "sozialdemokratischen Eventkultur". Das ehemalige KZ Mauthausen sei "keine Gedenkstelle wie ich mir das vorstelle", so Strasser im NEWS-Interview. "Nach fünfzig Jahren sozialdemokratischer Innenminister" sei dort "nur mehr sehr wenig Originalbestand zu sehen". Er wolle in Zukunft nicht in "sozialdemokratische Eventkultur" investieren, sondern gewährleisten, dass Mauthausen "Zeugnis von den Greuel, der Widerwärtigkeit und der Unmenschlichkeit der Nazi-Zeit" geben soll, indem entsprechende Projekte "wissenschaftlich und pädagogisch" aufbereitet werden.

Auf die FPÖ-Forderung auch Asylanten in die Ausländerquote miteinzubeziehen, reagiert Strasser ablehnend: "Das muß ein Mißverständnis sein. Denn so ein Vorschlag entspricht meiner Meinung nach der Genfer Konvention."

Ungeachtet der FPÖ-Kritik an seinem Vorstoß zur Harmonisierung von Aufenthalts- und Beschäftigungspolitik hält der Innenminister an seinen Plänen fest: "Das Regierungsprogramm gilt. Und das bedeutet Integration. Leute, die legal hier leben, sollen grundsätzlich auch hier arbeiten können."

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