Sozialministerin Sickl (FPÖ) dementiert im NEWS-Interview baldigen Rücktritt:"Ich lasse mich nicht rausschießen" - Sickl in Sachen EU auf Distanz zu Noch-Parteichef Haider: "Dr.

Haider kann als Staatsbürger nachdenken wie jeder andere auch. Die Regierung ist ein zweites Paar Schuhe. Österreich hat in der EU eine wichtige Rolle zu spielen." - Die Sozialministerin verteidigt weitgehende Zurückhaltung bei öffentlichen Äußerungen: "In der ersten Stunde über Detailwissen zu verfügen, ist nicht möglich." Vorausmeldung zu NEWS Nr. 17, 27. April 2000

Wien (OTS) Sozialministerin Elisabeth Sickl (FPÖ) distanziert sich in Sachen EU-Politik von ihrem Noch-Parteichef Jörg Haider. "Dr. Haider kann als Staatsbürger nachdenken wie jeder andere auch. Die Regierung ist ein zweites Paar Schuhe. Sie hat eine Regierungserklärung unterzeichnet, in der sie sich eindeutig zur EU bekennt", erklärt Sickl in der morgen erscheinenden Ausgabe der Zeitschrift NEWS. Sie halte nichts von EU-Austritt oder Zahlungsverzögerung der EU-Beiträge: "Das würde nicht mit der Regierungserklärung übereinstimmen. Ich glaube, Österreich hat in der EU eine wichtige Rolle zu spielen", so Sickl.

Ihre weitgehende Zurückhaltung mit öffentlichen Äußerungen verteidigt die Sozialministerin:" In der ersten Stunde über Detailwissen zu verfügen, ist nicht möglich. Das ist bei jedem Minister so." Und Sickl weiter:" Es ist ganz logisch, dass man sich in die komplexen Fragen des Ministeriums erst einarbeiten muss."

Stellung nimmt die Sozialministerin im MEWS-Interview auch zu den hartnäckigen Rücktrittsgerüchten. "Es gibt Kreise, die kein Interesse am Bestand dieser Regierung haben. Wenn es gelingt, aus einer Regierung, die wie ein Gewölbe ist, einen Stein herauszuschießen, dann bricht das Gewölbe zusammen. Das ist die Absicht. Deshalb die Unterstellungen und Diffamierungen, was meine Person betrifft", so die Sozialministerin. Sie werde jedoch bis zum Ende der Legislaturperiode im Amt sein: "Ich lasse mich nicht rausschießen."

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