Ein Drittel des gesamten Spendenaufkommens bedroht Belastungen für Vereine könnten Milliardengrenze überschreiten IÖGV fordert Beibehaltung des ermäßigten Postzeitungstarifes

Wien (OTS) - Anlässlich der morgen, Donnerstag, 27. April 2000, im Nationalrat zu verhandelnden Streichung des ermäßigten Postzeitungsdienstes fordert die IÖGV, Interessensvertretung österreichischer gemeinnütziger Vereine, heute die Aufrechterhaltung der bisherigen gemeinwirtschaftlichen Regelung. Die von der Regierung geplante, für Organisationen massiv belastende Streichung des begünstigten Postversands darf im Parlament nicht beschlossen werden, weil sie eine ganze Reihe gemeinnütziger und karitativer Organisationen gefährden und einen Angriff auf die Meinungsvielfalt in Österreich darstellen würde.

Die bevor stehende, ersatzlose Streichung des begünstigten Postversands würde Hilfseinrichtungen bis ins Mark treffen und damit Informations- sowie Bewusstseinsarbeit zugunsten zentraler gesellschaftlicher Problembereiche wie auch die Spendenwerbung der Organisationen aufs gröbste beeinträchtigen. Zusätzlich würde die nicht regulierte Monopolstellung der Post bei der Zustellung adressierter Zeitungen alle sozial tätigen Einrichtungen schonungslos der zukünftigen, notwendigerweise gewinnorientierten Preisgestaltung der Post ausliefern.

Gemeinsam mit den bereits erfolgten Kürzungen der Ermessensausgaben aller Ressorts, der geplanten Reduktion bei den Zivildienern sowie den massiven Kostenbelastungen durch Privatisierungen, etwa der PSK, würde die jährliche Mehrbelastung der gemeinnützigen Organisationen in Summe rasch die Milliardengrenze überschreiten - gegenüber einem jährlichen Spendenaufkommen von etwa 3,5 Milliarden Schilling. Damit wären lebenswichtige Aufgaben, die der Staat nicht mehr selbst übernehmen kann, akut gefährdet.

"Falls sich die Bundesregierung aus ihrer finanziellen Verantwortung für die unverzichtbaren Leistungen und die so wichtige Bewusstseinsarbeit der österreichischen Hilfsorganisationen stiehlt, wird es in Kürze eine Vielzahl gemeinnütziger Leistungen für sozial Schwache und gesellschaftlich benachteiligte Menschen nicht mehr geben", appellierte IÖGV-Sprecher Robert Francan an das soziale Gewissen aller verantwortlichen Politiker/innen.

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