- 25.04.2000, 13:04:16
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Dirnberger: Staudinger verwendet Angst und Fehlinformation als Stilmittel seines Wahlkampfes
In SP-Inseraten wird immer noch gegen 20%igen Selbstbehalt bei Krankheit protestiert
Wien (OTS) - Der Spitzenkandidat der SP-Gewerkschafter für die
AK-Wahl, Präsident Staudinger, macht Angst und Fehlinformation zu
Stilmitteln seines Wahlkampfes. Derartiges war man bisher vor allem
von Vertretern einer ganz bestimmten anderen Partei gewöhnt, und
passt nicht zum Appell Staudingers für einen fairen Wahlkampf. Diesen
Kritik übt heute AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB).
"Auf den jüngst geschaltenen Inseraten der SP-Gewerkschafter warnt
Staudinger immer noch vor der Einführung eines 20%igen Selbstbehaltes
bei Krankheit. Wie auch Staudinger bekannt sein müsste, ist dieser
Plan der Bundesregierung längst vom Tisch. Der ÖAAB hat sich mit
seinen Protesten dagegen durchgesetzt. Statt eines Selbstbehaltes bei
praktischen Ärzten und Fachärzten, gibt es jetzt nur mehr einen
Selbstbehalt beim Besuch einer Spitalsambulanz", zieht Dirnberger ein
vorläufiges Resümee. Dirnberger betont aber auch, dass der
Selbstbehalt im für das Gesundheitssystem viel teureren Spital erst
dann gerecht ist, wenn es genügend niedergelassene Ärzte mit
Kassenvertrag in Niederösterreich geben wird. Statt der
Fehlinformation und Angstmacherei hätte Staudinger besser getan, mich
in meinem Kampf für mehr Ärzte gegen die Ärztekammer zu unterstützen,
kritisiert Dirnberger.
Ärztekammer verhindert zusätzliche Kassenärzte
"Die Leute gehen ja nicht aus Lust und Laune in die
Spitalsambulanz, sondern weil sie bei den viel zu wenigen
niedergelassenen Ärzten oft wochen- und monatelang auf einen Termin
warten und dann noch stundenlang im Wartezimmer der Ordination sitzen
müssen. Daher erwarte ich mir von Gesundheitsstaatsekretär Waneck,
dass er sein Versprechen wahr macht und für mehr Kassenärzte sorgen
wird. Das geht am einfachsten, wenn endlich der § 343 aus dem ASVG
gestrichen wird. Dieser Paragraph legt nämlich fest, dass die
Krankenkassen nur mit jenen Ärzte Verträge abschließen dürfen, die
ihnen von der Ärztekammer vorgeschlagen werden. Die ist da besonders
restriktiv, wie zahlreiche mit Ärzten unterversorgte Gebiete in
Niederösterreich beweisen, weil sie so für alteingesessene Ärzte
junge, neue Konkurrenz verhindert. Da wird ärztliche Standespolitik
am Rücken arbeitsloser Jungärzte und der Bevölkerung betrieben",
kritisiert Dirnberger die derzeitige Praxis der Ärztekammer,
zusätzliche Kassenärzte zu verhindern.
Rückfragehinweis: Alfred Dirnberger
Tel.: 01/58883/1706
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