Gesundheit/Zecken/FSME

FSME-Vorkommen in Vorarlberg Sanitätsabteilung informiert über Vorsichtsmaßnahmen

Bregenz (VLK) - Wie die Sanitätsabteilung im Amt der
Vorarlberger Landesregierung mitteilt, ist in Vorarlberg
erstmals eine FSME- Frühsommer-Meningo-Enzephalitis, im
Volksmund "Zeckenkrankheit" genannt, aufgetreten. Es bestehe
jedoch kein Grund zu erhöhter Besorgnis, der Infektionsort
ist lokal gesichert und die Infektion selbst ist
verhältnismäßig leicht verlaufen, der Patient ist wohlauf.
****

Die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) ist in
Österreich verbreitet, insbesonders in den Ländern
Steiermark, Kärnten, Niederösterreich, Öberösterreich und Burgenland, auch in Tirol sind Fälle aufgetreten.
Insbesondere im angrenzenden Fürstentum Liechtenstein, den schweizer Grenzkantonen und in allen Landkreisen um den
Bodensee werden durchschnittlich ein bis 20 Fälle pro Jahr gemeldet.

Lediglich aus Vorarlberg waren bisher keine Fälle bekannt,
eine im Jahr 1997 vermutete Infektion konnte nicht als "einheimische" Erkrankung bestätigt werden. Der jetzt
gemeldete Erkrankungsfall ist Dank der diagnostischen
Sorgfalt der befassten Ärzte rasch erkannt worden und verhältnismäßig leicht verlaufen. Der Infektionsort
(Waldstück zwischen Ludesch und Raggal) ist gesichert.
Vorarlberg ist zwar weitaus weniger betroffen als alle
umliegenden Regionen, weist aber nunmehr in der erwähnten
Region einen so genannten Naturherd (Nachbargemeinden des Infektionsortes) auf. Da die FSME nicht von Mensch zu Mensch
sondern in der Regel nur durch Zeckenstich übertragen wird,
ist üblicherweise ein epidemisches Auftreten solcher Fälle unmöglich.

Hinweise der Landesregierung

Nach Konktaktnahme mit allen in Betracht kommenden
Experten und Gesundheitsverwaltungen der Nachbarregionen
stellt das Amt der Landesrregierung zusammenfassend fest:

-Es handelt sich um einen erstmals, in einer Region
Vorarlbergs, festgestellten Naturherd von FSME, über die
Existenz weiterer Herde kann derzeit keine definitive Aussage getroffen werden. Die Entwicklung wird genau beobachtet.

-Für Personen, die sich beruflich und/oder in der Freizeit in
"Wald und Flur" aufhalten, besteht in der Region um den
Naturherd ein geringgradiges Risiko, gegen das eine Impfung zuverlässig schützt.

-In allen anderen Regionen des Landes besteht bei
regelmäßigem oder häufigem Aufenthalt in "Wald und Flur" ein minimalstes Risiko. Definitiv auschließen kann dies jedoch
niemand. Hier liegt es nach entsprechender Beratung in der Entscheidung des Einzelnen, ob er sich für eine Schutzimpfung
gegen ein so minimales Risiko entscheidet.

-Grundsätzlich sollten alle, die noch nicht geimpft sind, unabhängig von der Situation in Vorarlberg ihre persönliche (Reise-) bzw. sportbezogene Mobilität mit berücksichtigen, da
in allen Regionen um Vorarlberg herum Naturherde existieren,
ebenso wie in beliebten Urlaubszielen Österreichs.

-Insgesamt ist es aus fachlicher Sicht vorteilhaft, wenn aus
Anlass eines solchen Einzelfalles auch geringfügige Risken
erneut bewusst werden und die bisher schon beachtliche Durchimpfungsrate der Bevölkerung generell weiter ansteigt.

-Da es sich um einen ersten sporadischen Einzelfall handelt,
raten alle Befassten von unreflektierten, systematischen Impfaktionen nachdrücklich ab; viel mehr soll jeder Impfung
eine zwischen Arzt und Betroffenem vorgenommene Abwägung über Risiko und Nutzen einer Impfung anhand der angeführten Informationen vorausgehen.

-Der Impfstoff ist in jeder Apotheke erhältlich, die Impfung
kann von jedem Arzt vorgenommen werden. Für die Impfung von
Kindern unter 14 Jahren sind wegen gehäuft aufgetretener Nebenwirkungen (Fieberaktionen) den Ärzten spezielle
Empfehlungen zugegangen.

Bezirkshauptmannschaften informieren

Die Ärzte der Region um den festgestellten Naturherd
werden durch den Amtsarzt der Bezirkshauptmannschaft Bludenz persönlich informiert. Bei Unklarheiten und weiteren Fragen
stehen die Gesundheitsabteilungen der
Bezirkshauptmannschaften für Auskünfte zur Verfügung:

-BH Bludenz, Telefonnummer 05552/6136-51614
-BH Feldkirch, Telefonnummer 05522/3591-54616
-BH Dornbirn, Telefonnummer 05572/308-53614
-BH Bregenz, Telefonnummer 05574/4951-52615
(so/ug,nvl)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (05574) 511-20136

Landespressestelle Vorarlberg

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVL/NVL