FORMAT: Mediziner kritisieren mangelnde Rehabilitation von Unfallopfern

"Alleine um alle Opfer des heurigen Osterverkehrs vernünftig zu betreuen, wäre eine Verdoppelung der Reha-Betten das absolute Minimum."

Wien (OTS) - Wie das am Freitag erscheinende Nachrichtenmagazin FORMAT berichtet, üben österreichische Mediziner heftige Kritik an der mangelnden Rehabilitation von Verkehrsunfallopfern.

Jahr für Jahr werden alleine nach Auto- und Motoradunfällen in Österreich 1300 Patienten mit schwerem Schädelhirntrauma ins Krankenhaus eingeliefert. Für die Frührehabilitation komatöser Schädelhirntraumapatienten stehen jedoch nur hundert Betten zur Verfügung. Primar Walter Buchinger, Geschäftsführer der Gesellschaft für Unfallchirurgie: "Alleine um alle Opfer des heurigen Osterverkehrs vernünftig zu betreuen, wäre eine Verdoppelung der Reha-Betten das absolute Minimum."

Folge der mangelhaften Kapazitäten: Unfallopfer werden nach der intensivmedizinischen Versorgung auf normale Stationsbetten abgeschoben. Walter Kreuzig, Leiter der Intensivstation am Grazer Nervenlandeskrankenhaus: "Unser Gesundheitssystem macht aus jungen Menschen mit guten Heilungschancen lebenslange Pflegefälle". Wenn die notwendigen Rehabilitationsschritte nicht sofort eingeleitet werden, können sie nie mehr nachgeholt werden, so Kreuzig: "Menschen, die nach medizinischem Ermessen vielleicht wieder am Stock gehen könnten, bleiben durch diese Versäumnisse zeitlebens an den Rollstuhl gefesselt."

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Davin Pesendorfer,
Tel.: 01-217 55-6763

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS