Kinder- und Jugendschutz im Internet

St.Pölten (NLK) - Das europäische Forschungsinstitut für Verbraucherfragen veranstaltete kürzlich im Rahmen des EU-Aktionsplans für einen sicheren Umgang mit dem Internet in Brüssel ein europäisches Trainingsseminar zum Thema "Kinder und Internet". Die Leiterin der Medienpädagogischen Beratungsstelle, Dr. Ingrid Geretschlaeger, nahm als Österreich-Vertreterin daran teil. Ziel der nun intensivierten Bemühungen ist es, die gesellschaftlichen Veränderungen durch die Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien nicht allein der Industrie zu überlassen, sondern aus der Sicht der Verbraucher und der Konsumenten mitzubestimmen.

In Bezug auf Kinder sind es vor allem die Angst vor der Konfrontation mit pornografischem Material, vor Kontakt mit Fremden und damit vor Missbrauch z.B. durch Pädophile. Trotz solcher Ängste ergreifen Eltern immer noch keine besonderen Maßnahmen, um Kinder vor möglichen Gefahren zu warnen oder sie zu schützen. Dies passiert vielfach aus Unkenntnis und/oder aus der Tatsache heraus, dass Kinder besser mit der Technik umgehen können. Kaum eine Rolle in der öffentlichen Diskussion spielt die Tatsache, dass Kinder im Internet keinerlei Altersgrenzen für Angebote vorfinden und dass Kinder mit Kreditkartennummern ihrer Eltern im Netz Einkäufe tätigen bzw. dass über Kinder Informationen eingeholt werden, die dem Direktmarketing dienen.

Die EU sowie nationale Regierungen versuchen daher, Wege zu finden, gegen jede Form von Missbrauch anzugehen. Kommerzielle Unternehmen entwickeln ebenfalls bereits spezielle Lösungen wie Intranetze für Kinder (UTA präsentierte erst kürzlich sein FunNet für Österreich) sowie Filter, Etikettierungen und Überwachungsmechanismen. E-Commerce Richtlinien sind im Entstehen. Einige Länder haben bereits einen Internet Ombudsmann eingerichtet.

Weitere Informationen zu diesem Thema sind bei der Allianz für Medienkompetenz (Dr. Ingrid Geretschlaeger), NÖ Landesakademie, 3109 St.Pölten, Neue Herrengasse 17a, e-mail:
ingrid.geretschlaeger@noe-lak.at, Telefon 02742/294-7468, Fax 02742/ 294-7440, zu erhalten.

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