Verleihung der Concordia-Preise am 2. Mai: Ehrenpreis für Kardinal König, ANEM erhält Pressefreiheit-Preis

Wien (OTS) - Am 2. Mai findet in Wien findet anlässlich des Internationalen Tages der Pressefreiheit die Verleihung der Concordia-Preise statt. Mit dem Ehrenpreis des Presseclubs Concordia wird Kardinal Franz König für sein Lebenswerk im Geist der Menschenrechte, der Demokratie und Toleranz gewürdigt. Mit dem vom Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) dotierten Concordia-Preis für Pressefreiheit wird die Belgrader Vereinigung unabhängiger elektronischer Medien in Jugoslawien (Association of Independent Electronic Media in Yugoslavia/ANEM) ausgezeichnet. Den Concordia-Preis in der Kategorie Menschenrechte erhält die Print-Journalistin Brigitte Voykowitsch (Der Standard) für ihre laufende und engagierte Auseinandersetzung mit dem Thema.

Für den Concordia-Preis für Pressefreiheit gab es sieben Einreichungen, für die Kategorie Menschenrechte zehn. Für den Ehrenpreis wurden drei Persönlichkeiten vorgeschlagen.

ANEM - ein Netzwerk für Presse- und Meinungsfreiheit in Jugoslawien

Die Vereinigung unabhängiger elektronischer Medien in Jugoslawien (ANEM), ursprünglich von sechs unabhängigen Rundfunksendern Jugoslawiens als gemeinsame Plattform gegründet, entwickelte sich zu einem wesentlichen Netzwerk mit mehr als 50 Mitgliedern zur Durchsetzung von Presse- und Meinungsfreiheit in Jugoslawien. Von Anfang an verfolgte man die Intention, die Grundsätze eines unabhängigen und professionellen Journalismus zu fördern und zu unterstützen sowie die Stärkung der Position der einzelnen Mitglieder, die unter der fortwährenden Repression durch die jugoslawische Regierung und des Präsidenten Slobodan Milosevic litten, zu stärken.

"Nur gemeinsam sind wir stark"

Durch die politische Ereignisse entwickelte sich ANEM - Motto:
"Nur gemeinsam sind wir stark" - zu einem Bündnis mit dem Ziel, die Presse- und Meinungsfreiheit, die Menschenrechte sowie die Freiheitsrechte insgesamt in Jugoslawien vollständig durchzusetzen.

ANEM Radio Network, dessen Rückgrat Radio B92 bildete, und das aus vielen unabhängigen lokalen Radiostationen bestand, die zeitgleich das gemeinsam produzierte Nachrichtenprogramm ausstrahlten, wurde unter anderem die erste ernstzunehmende Herausforderung für das Informationsmonopol von Milosevic's Propagandamaschinerie. Nach nur zwei Monaten erreichten die Hörerzahlen von ANEM Radio Network, dessen Sendegebiet lediglich 75% des jugoslawischen Gebiets abdeckte, den zweiten Platz in Jugoslawien - damit dem staatlichen Rundfunk, dessen Sendebereich das ganze Staatsgebiet umfasst, schon dicht auf den Fersen.

Der Kampf für die Meinungs- und Pressefreiheit in Jugoslawien wurde von ANEM während der letzten beiden Jahre - gerade auch in der Zeit des Kosovo-Krieges - an vielen Fronten geführt, obwohl das Belgrader Regime mit Schikanen, Repressionsmaßnahmen und gesetzlichen Einschränkungen der Medienfreiheit versuchte und noch weiter versucht, die unabhängigen Medienunternehmen insgesamt zu zerstören.

ANEM sieht in Preisverleihung eine Ermutigung

ANEM selbst sieht in der Verleihung des Concordia-Preises für Pressefreiheit eine ehrenvolle Auszeichnung, welche "all jene ermutigen soll, die unablässig für die Meinungsfreiheit in Jugoslawien kämpfen"; gleichzeitig wird die Zuerkennung aber auch als "Zeichen der Anerkennung für die über viele Jahre hinweg geleisteten Arbeit" gewertet.

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