Generali Vienna: Jahresüberschuss auf Rekordniveau

Die in Zentral- und Osteuropa tätige Generali Vienna-Gruppe hat 1999 mit einer Rekordbilanz abgeschlossen.

Wien (OTS) - Für die Generali Vienna-Gruppe war 1999 von einer Reihe wichtiger Entwicklungen und Weichenstellungen geprägt. Als Highlights des ausklingenden 20. Jahrhunderts nannte Konzernchef Dr. Dietrich Karner beim Bilanz-Pressegespräch am 20. April 2000 in Wien

  • die Rekordergebnisse in der Bilanz,
  • die Erarbeitung der "Offensiv-Strategie" in Österreich,
  • die Fusion der beiden großen ungarischen Gruppengesellschaften,
  • den Einstieg in den riesigen Markt Polen,
  • die Übernahme der rumänischen Generali Asigurari und
  • den planmäßig fortgesetzten Aufbau in den anderen zentral-osteuropäischen Märkten der Gruppe. ****

Ein neues Rekordniveau erreichten 1999 das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) und der Jahresüberschuss der Generali Vienna-Gruppe. Das EGT konnte um 17,9 % auf 84,78 Mio. Euro/1.166,6 Mio. ATS gesteigert werden, der Jahresüberschuss (Ergebnis nach Steuern) um 16,4 % auf 59,26 Mio. Euro/815,4 Mio. ATS.

Die börsennotierte Generali Holding Vienna AG, Wien, kann aufgrund dieser positiven Entwicklungen der Hauptversammlung am 17. Mai 2000 die Erhöhung der Dividende um 25 % auf 1,82 Euro je Stückaktie (entspricht 25 ATS) vorschlagen.

Um angesichts der Situation auf den Kapitalmärkten die hohe Gewinnbeteiligung in der Lebensversicherung zugunsten der Versicherten beibehalten zu können, wurde 1999 - nach einer signifikanten Erhöhung im Jahr 1998 - der freie "Polster" in der Rückstellung für Prämienrückerstattung reduziert. Diese Entscheidung zugunsten der Konsumenten wirkt sich - wie bereits avisiert - in der Berechnung des Konzernergebnisses nach ÖVFA-Methode pro Aktie mit rund 2,91 Euro/40 ATS aus, so dass der ÖVFA-Gewinn mit 6,40 Euro/88 ATS deutlich unter dem Vorjahr (9,16 Euro/126 ATS) liegt. Allerdings war der ÖVFA-Gewinn bisher Jahr für Jahr nennenswert gesteigert worden.

Karner sieht diese Vorgangsweise als richtigen Umgang mit unterschiedlichen Stakeholder-Interessen: "Wir können einerseits aufgrund des herausragenden Ergebnisses den Aktionären eine beträchtliche Dividendenerhöhung bieten und andererseits unseren Kunden eine unverändert hohe Gewinnbeteiligung."

Frischer Wind für Generali Holding Vienna-Aktie

Die Generali Holding Vienna-Aktie wird von Experten als unterbewertet eingestuft. Der Kurs entwickelte sich in letzter Zeit nicht entsprechend dem Potential. Vor allem die Umsätze der Holding-Aktie sind - nicht zuletzt auch aufgrund des wenig belebten Börseplatzes Wien - verbesserungsfähig. Der Vorstand der Generali Holding Vienna wird bei der Hauptversammlung am
17. Mai 2000 deshalb eine Ermächtigung des Vorstandes für ein Rückkaufsprogramm vorschlagen.

Lebensversicherung überholt Autoversicherung

Die Gesellschaften der Generali Vienna-Gruppe in Österreich, Ungarn, Tschechien, Rumänien, Slowenien, der Slowakei und Polen erzielten 1999 ein Prämienwachstum um 5,9 % auf 2,19 Mrd. Euro/30,2 Mrd. ATS.

Entsprechend dem Trend in ganz Europa hat auch bei der Generali Vienna- Gruppe die Lebensversicherung die Kraftfahrzeugversicherung als wichtigste Sparte abgelöst: Das Prämienaufkommen in der Lebensversicherung stieg um 13,0 % auf 8,9 Mrd. ATS, was einem Anteil von fast 30 % am gesamten Prämienvolumen der Generali Vienna-Gruppe entspricht. Das steigende Vorsorgebewusstsein, Lücken in den staatlichen Pensionssystemen und innovative Produkte gelten als Hauptursache des starken Wachstums in der Lebensversicherung.

Dem steht der nach wie vor harte Prämienwettbewerb in der Kfz-Versicherung gegenüber, der zu einer Stagnation der Prämieneinnahmen in diesen Sparten bei 606,09 Mio. Euro/8,3 Mrd. ATS (-0,8 %) führte; der Anteil der Kfz-Versicherung am gesamten Prämienaufkommen der Gruppe liegt nunmehr bei 28 %.

Leistungen stiegen um 5,4 Prozent

An Leistungen hat die Generali Vienna-Gruppe im Jahr 1999 insgesamt 1,37 Mrd. Euro/18,8 Mrd. ATS ausgezahlt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Plus von 5,4 %. Für den Versicherungsabschluss und für den Versicherungsbetrieb entstanden Aufwendungen in Höhe von 604,09 Mio. Euro/8,3 Mrd. ATS - um 4,7 % mehr als 1998. %.

Kapitalanlagen: Verstärkung der Aktien-Komponente

Bei den Kapitalanlagen konnte ein Zuwachs um 3,3 % auf 7,80 Mrd. Euro/107,3 Mrd. ATS erzielt werden. Im Portefeuille ergab sich eine Verstärkung bei Aktien und Fonds (+ 45,3 %) sowie bei festverzinslichen Wertpapieren (+8,4 %). Das konsolidierte finanzielle Ergebnis (ohne Depotzinsen) erreichte eine Steigerung um 7,6 % auf 537,78 Euro/7,4 Mrd. ATS somit eine Durchschnittsrendite von 7,26 %.

Karner: "Bleiben rasant in Fahrt"

Das abgelaufene Geschäftsjahr bezeichnet Karner als ein "weiteres atypisches Jahr", in dessen Bilanz wieder ein Sondereinfluss seinen Niederschlag gefunden habe. Hier erwähnte Karner insbesondere den Verkauf der Anteile am Handy-Netzbetreiber max.mobil. Mit derartigen Sondereffekten könne in den nächsten Jahren nicht gerechnet werden.

Umso mehr stehe nunmehr nach den umfassenden Strukturänderungen und der ressourcenbindenden Expansion in neue Märkte während der vergangenen Jahre die konsequente Umsetzung aller ergriffenen Maßnahmen an. "Wir werden in Österreich bei der Generali Versicherung und bei der Interunfall schon in diesem Jahr durch die Integration administrativer und versicherungstechnischer Bereiche sowie der Service-Einheiten erste Kosteneffekte erzielen", betont Karner. "Wir treiben den Aufbau der Finanzdienstleistungen als zweites strategisches Geschäftsfeld ebenso konsequent voran wie den Aufbau in unseren neuen Märkten, womit wir Zusatzerträge und steigende Werte schaffen wollen." Den Expansionskurs will die Gruppe auch in Zukunft beibehalten. Karner: "Wo immer sich Märkte auftun, die erfolgversprechend sind, werden wir uns auch etablieren."

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