Österreichs Exporte nach Großbritannien ziehen weiter an

Maschinen- und Fahrzeuglieferungen stiegen 1999 um 18 Prozent auf über 16 Mrd ATS - Auch Lebensmittel verkaufen sich gut

Wien (PWK) - Obwohl die österreichischen Lieferungen nach Großbritannien seit EU-Beitritt fast durchwegs zweistellige Steigerungsraten verzeichneten, konnten sie auf diesem wertmäßig hohem Niveau 1999 wieder einen überdurchschnittlichen Anstieg erzielen. "Die Exporte legten um 9,1 Prozent auf 35,4 Mrd Schilling zu, die Einfuhren aus Großbritannien nach Österreich stiegen um 6,8 Prozent auf 27,4 Mrd Schilling. Damit konnten wir unsere positive Handelsbilanz mit dem 60 Millionen Einwohner zählenden Staat um über eine Mrd Schilling auf 8 Mrd Schilling verbessern", berichtet der zuständige Länderreferent in der Wirtschaftskammer Österreich, Heinrich Baminger.

Mit der hohen Steigerungsrate der österreichischen Exporte in das Vereinte Königreich, die 1999 weit über dem generellen Exportanstieg Österreichs in die EU (3,6 Prozent) lag, konnten - wie auch in den Jahren davor - Marktanteile gewonnen werden. Der EU-Beitritt Österreichs, das starke Pfund und eine durchwegs positive Wirtschaftslage Großbritanniens sind Faktoren, die die außergewöhnliche Entwicklung der österreichischen Lieferungen zu unserem weltweit siebent-wichtigsten Handelspartner unterstützen. Für ein Anhalten dieses Trends sprechen die neuesten Außenhandelszahlen des Jänner 2000, die den österreichischen Exporten nach Großbritannien ein Plus von 12,4 Prozent ausweisen.

Besonders gut können die österreichischen Maschinen- und Fahrzeughersteller die günstige Situation ausnützen. "1999 stiegen die Lieferungen in dieser größten Produktgruppe, die fast die Hälfte aller österreichischen Großbritannien-Exporte ausmacht, um 18 Prozent von 13,8 auf 16,3 Mrd Schilling. Vor allem Straßenfahrzeuge (+39 Prozent) und Kraftmaschinen (+44 Prozent) trugen zu diesem erfreulichen Anstieg bei", erklärt Baminger.

Ebenfalls ausgezeichnet entwickelten sich die heimischen Lebensmittel-Lieferungen. Neben Molkereiprodukten konnten Getränke in Großbritannien verstärkten Absatz finden. Insbesondere alkoholfreie Getränke - vor allem Fruchtsäfte (Rauch, Pago) - verzeichneten 1999 Steigerungen um 250 Prozent auf 1,2 Mrd Schilling. Sehr positiv laufe auch der Bio-Lebensmittelbereich in Großbritannien an, für den die Wirtschaftskammer Österreich gemeinsam mit ihrer Außenhandelsstelle in London im Mai eine Wirtschaftsmission plant. Das Interesse der österreichischen Firmen dafür sei ausgesprochen hoch, so Baminger.

Gesunken sind im vergangenen Jahr die österreichischen Exporte von Rohstoffen (-26 Prozent) sowie von chemischen Erzeugnissen, die sich um 6,3 Prozent von 2,3 auf 2,1 Mrd Schilling rückentwickelten.

Eine besonders rege Auftragslage herrscht in Großbritannien zur Zeit am Eisenbahnsektor, der vor rund eineinhalb Jahren privatisiert wurde und auf dem weiterhin großer Nachholbedarf bei Investitionen besteht. Auch der Umwelttechnologiebereich bietet österreichischen Exporteuren ein großes Betätigungsfeld. Großbritannien hinkt den Umwelt-Standards der Europäischen Union zum Teil noch hinterher und setzt aktive Anstrengungen zu deren Erfüllung. Im Sektor Wasser- und Abfallwirtschaft ergebe sich dadurch ein großes Geschäftspotential für Anbieter qualitativ hochwertiger Technologie, berichtet der Länderreferent. (Ne)

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