FORMAT: Laut geheimer WIFO-Studie treffen Reformen Arme doppelt so stark wie Reiche

Wien (OTS) - Eine noch vertrauliche Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO) beziffert jetzt erstmals die Auswirkungen des Reformkurses der schwarz-blauen Regierung. Die Studie, die das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe veröffentlicht, weist nach, daß die Mehrbelastung durch höhere Verbrauchssteuern (wie Tabakabgabe, Kfz-Steuer) 1,6 Prozent der Einkommen des untersten Einkommensdrittels ausmacht. Das Drittel der mittleren Einkommen wird mit 1,1 Prozent belastet. Beim Drittel der Bestverdiener berägt die Mehrbelastung nur 0,8 Prozent der durchschnittlichen Einkommen.

"Wenn man die Verteilungseffekte aller Erhöhungen von Verbrauchsabgaben und Gebühren zusammenzählt", so heißt es in der Studie wörtlich, "kommt man zu folgendem Ergebnis: Die ärmeren Haushalte sind davon etwa doppelt so stark betroffen wie die reicheren." Diese Maßnahmen, so die Studie, wirken sogar in stärkerem Maße gegen die Verteilungsgerechtigkeit, als das eine "Flat Tax" tun würde: "Vergleicht man diese Verteilungswirkung der Verbrauchsabgaben mit einer Flat Tax, dann zeigt sich, daß die Erhöhung der Verbrauchsteuern die Besserverdiener weit weniger belastet als eine Flat Tax. Die ärmeren Haushalte werden in Relation zu ihren Einkommen weit mehr betroffen."

Stärker zu Lasten der Armen gehen laut Studie auch Selbstbehalte im Gesundheitssystem sowie die Pensionsreform.

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