"Neues Volksblatt" Kommentar: "Ausgedacht" (Von Franz Rohrhofer)

Ausgabe vom 20. 4. 2000

Linz (OTS) - In Sachen EU-Sanktionen der 14 glaubt die SPÖ eine besonders schlaue Strategie gefunden zu haben. Sie unterstellt der Regierung, sie sei für die Aufrechterhaltung der Sanktionen, weil sie damit bei der Bevölkerung punkte. Im Umkehrschluss bliebe die SPÖ die einzige, die für die Beseitigung der Maßnahmen kämpft. Schön ausgedacht! Wenn dann der Noch-Parteiobmann der FPÖ wieder einmal völlig unsinnig mit bekannt süffisantem Grinsen den EU-Austritt Österreichs in Spiel bringt, ist das Wasser auf die SPÖ-Mühlen. Doch dieses Spiel wird allmählich langweilig. Jörg Haider ist nicht die Regierung und in wenigen Tagen auch nicht mehr die FPÖ. Dann sollten Haider-Originaltöne nur mehr zur Unterhaltung derer dienen, die sich nicht wirklich ernsthaft mit der Zukunft der EU auseinander setzen wollen. Tatsache ist, dass Österreichs Position innerhalb der EU viel zu wichtig ist, um sie zu taktischen Spielchen zu missbrauchen. Es ist einfach lächerlich anzunehmen, Wolfgang Schüssel oder Frau Ferrero-Waldner würden sich mit Vergnügen den kühlen Empfängen bei diversen EU-Treffen stellen, um innenpolitisch zu profitieren. Die Haltung der 14 ist eine Belastung für die ganze EU, sie gehört bereinigt. Das kann nur ein gemeinsames Ziel aller Österreicher sein.

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