Zivildienst

Pressestimmen/Vorausmeldung/Politik "Neue Kärntner Tageszeitung": Kommentar: Ein Jahr weg vom Fenster ... Ausgabe vom 20.4.2000 Klagenfurt (-) Notwendige Reform? Unsozialer Crashkurs? Die Strasser"schen Zivildienst-Pläne provozieren jene Extrempositionen, zwischen denen der schier unüberwindbare Graben klafft. Ein Graben -der Österreich - wieder einmal - in zwei Lager auseinanderdividiert. Allerdings soll hier und jetzt weder die Rede vom Lager diesseits, noch vom Lager jenseits des Grabens sein. Vielmehr reizt der Konflikt, ein Exempel zu statuieren. Ein weibliches Exempel. Ein weibliches Exempel im durch und durch männlichen Zivildienst-Thema... Tatsache ist, dass potentielle Zivildiener "anstehen": Und mittlerweile Jahre bis zu ihrer waffenlosen Einberufung warten. Kommentiert wird das Harren auf Zuteilung einer Zivildienst-Stelle mitunter als "unzumutbares Risiko für den Betroffenen als Privatperson" und als "Risiko für dessen Arbeitnehmer". Schlussfolgerung:"Eine seriöse Lebens- und Berufsplanung" sei unmöglich. Exakt das ist der Punkt, wo es Frau kalt über den Rücken laufen- und sie kritisch (oder verärgert) einwerfen müsste:"Und was sollen Frauen sagen?" Ist für sie eine seriöse Lebens- und Berufsplanung unmöglich? Unmöglich, weil sie während besagter Lebens- und Berufskarriere ein Jahr "w. o. geben" muß, des Kinderkriegens und Kindererziehens wegen?" Ob die Zivildienstdebatte eine neue Sicht auf das einjährige Ausscheiden aus dem Beruf werfen sollte, ist zwar fraglich. Dennoch lebt die Hoffnung. Die Hoffnung, dass man die "Berufs-Pause" der Frauen unter jenem Aspekt zu betrachten beginnt, der bislang nur Frau selbst plagte: EIN Jahr heißt VIELE Jahre beruflicher Rückschritt ...

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Chefredaktion
Tel.: 0463/5866-502
E-Mail: ktzredaktion@apanet.at

Kärntner Tageszeitung

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KTI/KTI