Faymann: Distanziert sich Wiener FPÖ von Bundes-FPÖ?

Gesetzesvorschlag der Bundesregierung will Hausbesorger abschaffen

Wien, (OTS) Als Uninformiertheit oder absichtliche Distanzierung zur Bundes-FPÖ bezeichnete Wiens Wohnbaustadtrat Werner Faymann die Äußerungen der Wiener Freiheitlichen vom Mittwoch, die ein neues Berufsbild für Hausbesorger forderten. "Im vorliegenden Gesetzesentwurf geht es leider nicht", so Faymann,
"um eine positive Reform des Hausbesorgerberufes im Interesse der Mieter, sondern dezidiert um die Abschaffung des Hausbesorgergesetzes mit 1.7.2000. Da es für diesen Berufstand
auch keine Kollektivverträge gibt, würde ab diesem Zeitpunkt ein "gesetzesleerer Raum" entstehen, mit Nachteilen für die Mieter in all jenen Wohnhäusern, bei der sich die Frage der Hausbetreuung
und Reinigung ab diesem Zeitpunkt stellt."

Als schlicht und einfach falsch bezeichnete der Wiener Wohnbaustadtrat auch die kolportierten Zahlen über die Höhe der Betriebskosten. Während nämlich österreichweit die Betriebskosten in den letzten Jahren gestiegen sind, kam es im Vorjahr bei den Wiener Gemeindebauten sogar zu einer Betriebskostensenkung um 2,2 Prozent. Mit durchschnittlichen Betriebskosten von öS 19,42 pro m² liegt der Gemeindebau im übrigen weit unter dem Wiener Durchschnitt, der laut ÖSTAT im September 1999 bei 24 Schilling lag.

Abschließend stellte der Wohnbaustadtrat fest, dass bisher in jedem Wohnhaus die Wahlmöglichkeit bestand, welche Reinigungsform gewünscht wird. In Gemeindebauten konnten das bisher bei der Neubesetzung eines Postens die Mieter entscheiden. Mit Abschaffung des Hausbesorgergesetzes würde die von den Freiheitlichen heute propagierte Wahlmöglichkeit aber mit 1.7.2000 entfallen. (Schluss) wj

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