Prock im NEWS-Interview: "Klima wird zum Sündenbock gemacht"

Tiroler SP-Chef warnt Partei vor "tödlichem Fehler" VORAUSMELDUNG NEWS 16/00 vom 20.4.00

Wien (OTS) - In einem Interview in der morgen erscheinenden
Ausgabe von NEWS rechnet der Tiroler SP-Chef und enge Klima-Vertraute mit den Kritikern des scheidenden SPÖ-Chefs ab: " Klima wird derzeit von einigen in der Partei zum Sündenbock gemacht, die besser vor ihrer eigenen Tür kehren sollten. Das Problem ist: Wenn jetzt der Vorsitzende geht und die Debatte so läuft, wäre das der Ausgangspunkt für die nächste Niederlage. Nur Köpfe an der Spitze, Rudas und Klima, auszutauschen, das haut nicht hin."

Der Tiroler Landeshauptmann-Vize wirft der Partei vor, sich jahrelang hinter Klima versteckt zu haben: "Es ist auffällig, dass häufig die Kritik von jenen kommt, die mit der Mentalität "der Papa wird's schon richten, wir segeln im Windschatten des Strahlemanns weiter" an Politik herangehen. Das ist tödlich für eine SPÖ, die auf allen Ebenen nahe an den Leuten sein muss." Und: "Klima war stärker als von außen sichtbar emotional den Grundwerten der SPÖ verbunden. So jemanden trifft es doppelt, wenn ihm jetzt manche Parteifreunde in den Rücken fallen."

Über die Ära Klima in der SPÖ zieht Herbert Prock selbst in NEWS so Bilanz: "Wenn es einen Knackpunkt der Ära Klima gibt, war das die Pensionsreform 1997. Wegen seines Friedenswillens hat der die Reform auf halbem Wege gestoppt, um einen Konflikt zu vermeiden. Der Reformelan war weg. Der Widerstand des ÖGB hat Klima in seiner Heftigkeit überrascht."

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