Überlastung des Pflegepersonals durch weniger Zivildiener

Strassers Zivildienst-Kraftakt gefährdet Patienten

Wien (FGV/ÖGB). "Der Zivildienst-Kraftakt des Innenministers kann zu einer Gefährdung der Patienten führen", warnt die Vorsitzende der ÖGB-Fachgruppenvereinigung für Gesundheitsberufe (FGV), Monika Mauerhofer. Allein für die Krankenanstalten und Pflegeheime der Gemeinde Wien werden ab Juni 173 Zivildiener fehlen.++++

Die Zivildiener haben in der Vergangenheit in den Krankenanstalten und Pflegeheimen der Stadt Wien das hochqualifizierte Fachpersonal wesentlich entlastet. So wurden hauswirtschaftliche Tätigkeiten, Hol-und Bringdienste, Patientenanimation, Essensverteilung sowie Krankentransporte vor allem von Zivildienern erledigt. Mauerhofer:
"Dadurch wurde das hochqualifizierte Pflegepersonal wesentlich entlastet. Angesichts der bereits bestehenden Überlastung des Pflegepersonals kann ich durch diese zusätzlichen Belastungen Gefahren auch für die Patienten nicht ausschließen. Dafür wird Herr Strasser die Verantwortung zu übernehmen haben."

Die FGV-Vorsitzende erinnert daran, dass durch die Zivildiener in der Vergangenheit die diensteinteilungsmäßigen Defizite durch das Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz gemildert werden konnten. Mauerhofer: "Nicht zu vernachlässigen ist auch, dass es sich bei den Zivildienern um hochmotivierte Menschen handelt und sie sehr oft ihre weitere berufliche Laufbahn im Sozialbereich fortsetzen." (ff)

ÖGB, 19. April 2000 Nr. 295

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