Kfz-Mechaniker weiterhin Traum-Lehrberuf für den Nachwuchs

Traditionelle Rollenbilder verschieben sich

St.Pölten (NLK) - Weibliche Lehrlinge drängen immer mehr in Lehrberufe, die früher dem männlichen Nachwuchs vorbehalten blieben. Wie einem Bericht der Wirtschaftskammer NÖ zu entnehmen ist, gab es im Jahr 1999 in Niederösterreich 108 Mädchen, die Maler und Anstreicher werden wollten, und 60 weitere, die das Tischlerhandwerk ergriffen.

Sonst bietet sich ein gewohntes Bild: Im Vorjahr gab es 1.746 Lehrlinge, die sich zum Kfz-Mechaniker ausbilden ließen. 1.412 junge Niederösterreicher lernten den Beruf des Elektroinstallateurs und 1.374 die Tischlerei. Es gab 831 Friseur-Lehrlinge und 850 Maurer-Lehrlinge. Vermehrt hat sich die Zahl der Maler- und Anstreicher-Lehrlinge auf 550 sowie jene der Platten- und Fliesenleger auf 88.

Traditionsberufe wie Kürschner und Uhrmacher sind im Aussterben. Uhrmacher werden allerdings auch an der Bundesfachschule für Uhrmacher in Karlstein ausgebildet. Nur ein einziger junger Niederösterreicher wollte die Uhrmacherei erlernen. Keinen einzigen Lehrling gab es bei den Gold- und Silberschmieden sowie bei den Juwelieren. Hier fehlt es nicht nur an Interessenten, sondern auch an Ausbildungsplätzen.

Kombinationslehren werden häufiger gewählt: Es gab 381 Gas- und Wasserleitungsinstallateure und Zentralheizungsbauer sowie 368, die Sanitär- und Klimatechnik mit Gas- und Wasserinstallation kombinierten. Die Doppellehre Dachdecker-Spengler absolvierten 149, Bäcker und Konditor 101. Zwar gibt es 220 Lehrberufe, doch sind nur 8 davon wirklich gefragt. Auf diese konzentrierten sich 66 Prozent aller Lehrlingseinstellungen.

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