Kollross: Strasser soll Vernichtungsfeldzug gegen Zivildiener und Dienststellen beenden!

Der Landesvorsitzende der Sozialistischen Jugend Niederösterreich, Andreas Kollross, appelliert an Innenminister Strasser im Interesse der Jugend seinen Vernichtungsfeldzug gegen den Zivildienst zu beenden.

Gerade die Frage des Zivildienstes, so Kollross weiter, sei per Gesetz auch eine Frage des Gewissens. Als ehemaliger Zivildiener kann Strasser nun beweisen, ob er ein solches besitzt, und somit seinen Zivildienst damals zurecht abgeleistet hat, in dem er seine inhumanen Vorhaben wieder rückgängig macht.

Die Maßnahmen bedeuten ein Aushungern des Zivildienstes auf dem Rücken der betroffenen Jugendlichen, sowie der Zivildiensteinrichtungen. Vor allem bedeuten sie aber den Versuch, zu Gunsten des Bundesheeres den Wehrersatzdienst so unattraktiv wie möglich zu gestalten. "Jemanden 12 Monate lang zu zwingen, sich von nur öS 43,- zu ernähren, und durch das mutwillige Verzögern der Zuweisungen tausende Lebensplanungen Jugendlicher zu zerstören, ist eine Gewissensentscheidung, die nicht für den ehemaligen Zivildiener Strasser spricht.

Der Versuch Strassers und seiner ÖVP, den von ihm verursachten Rückstau von ca. 17.000 Zivildienern seinem Vorgänger in die Schuhe zu schieben, ist ein weiterer Baustein im blau/schwarzen Lügengebäude, das früher oder später wie ein Kartenhaus in sich zusammenbrechen wird. Im Gegensatz zu Strasser hat der vorige Innenminister nicht die Kürzung, sondern die Erhöhung von Zuweisungen durchgeführt.

Die Aussagen von JVP-Bundesobmann Amon seien in diesem
Zusammenhang in die Kategorie Naivität einzuordnen. Es entbehrt jeder Grundlage, ÖVP-PolitikerInnen politische Grundsatztreue zu attestieren, und somit auch Strasser als Zivildienstretter zu verkaufen, nur weil er diesen selbst abgeleistet hat. Es soll ja auch schon vorgekommen sein, so Kollross weiter, dass es Personen innerhalb der ÖVP gegeben hat, die sich vehementest gegen eine blau-schwarze Regierung ausgesprochen haben, heute einer davon aber zum Beispiel als Kunststaatssekretär agiert.

Eine Alternative zum "Strasser-Vernichtungszug" wäre die Verkürzung des Zivildienstes auf das Niveau des Wehrdienstes und die Wiedereinführung der Aufschubregelung. Wenn der Innenminister wirklich an einer Lösung interessiert ist und unsere Vorwürfe gegen ihn falsch sind, kann der logische Schluss ja nur die Umsetzung dieser Forderungen sein, da damit den Zivildiensteinrichtungen wie auch den Jugendlichen geholfen wäre, schloss Kollross.
(schluss)

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